#094 Die Zukunft ist kein Verzicht. Das INTENSIVE-Interview mit Daniela Jacob.
Shownotes
Was kostet es, wenn man über Jahrzehnte wirklich etwas bewegen will?
Prof. Dr. Daniela Jacob gehört zu den profiliertesten Klimawissenschaftlerinnen Deutschlands. In diesem außergewöhnlich persönlichen INTENSIVE-Gespräch spricht sie über subtile Angriffe in einer männlich geprägten Wissenschaftswelt, 60-Stunden-Wochen, den Preis ihrer eigenen Wirkung – und darüber, warum sie ihren Weg trotzdem wieder gehen würde.
Dann verändert sich das Gespräch: weg von Angst, Schuld und Verzicht, hin zu einer völlig anderen Klimaperspektive.
Daniela Jacob sagt: Unsere Generation ist nicht nur verpflichtet zu handeln. Sie ist privilegiert, Zukunft gestalten zu können.
Ein Gespräch über Wirkung, Verantwortung, Wohlstand, Lebensqualität – und die Frage, warum Klimaschutz vielleicht viel mehr mit einem guten Leben zu tun hat, als wir glauben.
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Transkript anzeigen
00:00:16: Hallo und herzlich willkommen zu deinem ganz besonderen Podcast.
00:00:20: The Era of the New Women, dem Podcast für die erfolgreichen Frauen der neuen Zeit.
00:00:26: Nach einer nun etwas längeren Pause geht es in diesem Podcast intensiv heute um ein ziemlich brisantes Thema nämlich unserem Weltklima.
00:00:36: Dafür habe ich mir eine der wichtigsten Expertinnen Deutschlands eingeladen, nämlich Daniela Jakob.
00:00:41: Hallo Daniela schön dass du da bist!
00:00:45: Ich
00:00:46: bin sehr, sehr neugierig.
00:00:48: Wir haben ja schon sehr intensiv geplaudert.
00:00:50: beim letzten Mal waren wir schon zwei Stunden fast unterwegs und deswegen war es auch völlig klar dass wir heute aus diesem Thema ein Podcast Intensive machen werden.
00:01:01: nichtsdestotrotz neben dem Klimathema werden wir zu Beginn darüber sprechen wie eine erfolgreiche Frau über Jahrzehnte mit einem Umfeld umgeht indem sie sich trotz Kompetenz Erfolg und Sichtbarkeit immer wieder behaupten muss um wie sie weltweit Wirkung entfalten und als Frau gleichzeitig erleben kann, dass ihr aufgrund männlich geprägter Strukturen dennoch Möglichkeiten verschlossen bleiben.
00:01:26: Und ich denke gerade diese Ambivalenz dürfte für dich liebe Zuhörerin sehr relevant sein.
00:01:32: Schauen wir mal!
00:01:33: Doch wie beginnen auch schon immer?
00:01:36: ganz kurz erstmal eine Vorstellung von der Daniela Professor.
00:01:39: Dr.
00:01:39: Daniela Jakob ist seit Jahrzehnteinzehn Direktorin des Climate Service Center Germany kurz GERRIX, eine Einrichtung des Helmholtz-Zentrums Serien.
00:01:50: Sie war koordinierende Hauptautorin des IPCC Sonderberichts zu den Auswirkungen der globalen Erwärmung von µC über dem vorindustriellen Niveau und einer der Hauptautoren des fünften IPCC Sachstandardberichts.
00:02:07: Außerdem war sie Mitglied des Mission Boards der Europäischen Kommission für Adaption to Climate Change, including Societal Transformation und ist Vorsitzende des Klimabeirats der Freien und Hansestadt Hamburg sowie des Deutschen Komitees von Nachhaltigkeitsforschung in Future.
00:02:24: Ihre Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen regionale Klimabodellierung, Klimaservices und Anpassungen an den Klimawandel.
00:02:32: Klimaresiliente Entwicklung nachhaltigkeits- sowie in der wissenschaftlichen Begleitung der gesellschaftlichen Transformation zu einem nachhaltigen und creme... dem auch schön.
00:02:41: klimaresilienten, eins Komma fünf Grad Lifestyle.
00:02:45: Zu dem Paris Lifestyle kommen wir auf jeden Fall noch.
00:02:50: Daniela!
00:02:51: Unser eigentliches Gespräch hat damit begonnen, dass du mir widersprochen hast.
00:02:55: Du hast nämlich gesagt selbst erfolgreiche Frauen müssen sich in deiner Welt weiterhin behaupten!
00:03:02: Ich hatte dir gesagt das meine Erfahrung ist, dass je stärker die Haltung einer Frau es umso weniger letztendlich sie auch diskreditiert wird.
00:03:13: Warum ist ihr dennoch dieser Widerspruch so wichtig?
00:03:20: Ja Meine Erfahrungen haben eigentlich zu dem Widerspruch geführt und ich glaube, dass insbesondere in diesen sehr naturwissenschaftlich orientierten Themenbereichen wie Klima es ja auch immer noch weniger Frauen gibt.
00:03:40: Insbesondere auf weniger Frauen in den Führungspositionen und das dort eigentlich gar nicht so möglich ist, sich komplett frei zu machen von Anfeindungen.
00:04:01: Und das trifft zum einen sicherlich auch die männlichen Kollegen aber auch die Frauen insbesondere und ich habe erlebt dass die ganzen dreißig Jahre in diesem Bereich tätig bin immer davon geprägt waren dass es Kollegen gab aber auch Kolleginnen die eigentlich diese Position, die ich inne habe oder inne hatte angegriffen haben.
00:04:33: Warum das jetzt mir so begegnet ist kann ich nicht genau sagen.
00:04:40: Ich kann nur sagen wie es mir erschienen ist.
00:04:43: Ich hatte über die Jahre immer das Gefühl dass ich es nicht allen recht mache natürlich was auch nicht nötig ist aber vielleicht nicht gewünscht bin in dieser Position, auch egal wie viel fachlich innertliche Kompetenz da ist und ich glaube das macht es eigentlich schwierig.
00:05:04: Okay also wenn ich dich richtig verstehe geht es gar nicht unbedingt darum dass du in dieser position als frau bist sondern dass generell diese position auch angegriffen wird?
00:05:15: Ist das richtig?
00:05:18: Ich glaube das kann man nicht richtig... Also ich kann es nicht richtig trennen.
00:05:24: Ich weiß nicht, ob jemand der da von außen drauf guckt ist vielleicht besser trennen kann als eine Person die davon betroffen ist wie ich jetzt.
00:05:32: Aber was mir aufgefallen ist eben dieses also diese zwei Wege eigentlich.
00:05:44: das eine dass sich sehr häufig natürlich sehr allein in einer sehr männlichen Umgebung war Und dort einfach auch andere Verhaltensweisen mir entgegen gekommen sind als die, die ich mir gewünscht hätte.
00:06:02: Das andere vielleicht aber also da würde ich vielleicht wirklich das Frau Mann den Frau Mann Unterschied sehen.
00:06:09: auf der anderen Seite gibt es natürlich auch relativ wenige sehr exponierte Positionen in diesem Forschungsbereich.
00:06:18: Insofern ist kann ich es nicht für mich so richtig unterscheiden, ob das eher fachlich orientiert ist oder nicht.
00:06:33: Es gibt aber sehr gute Frauen in den Führungspositionen und im Klimabereich auch in Deutschland auch nicht, glaube ich, so unbestritten sich bewegen wie sie es eigentlich qua Amt oder durch mit ihren Kompetenzen machen sollten.
00:07:01: Das glaube ich dir gern!
00:07:01: Wir hatten ja schon die Anna-Sophie Herken vom GITZ hiermit dabei und... Es ist ja auch einer der Gründe weswegen ich diesen Podcast mache um einfach Frauen die Möglichkeit zu geben, einerseits sich selbst zu präsentieren aber andererseits eben als Zuhörerin auch zu erfahren wie kann ich es tatsächlich schaffen mich in dieser Männer dominierten Welt dennoch.
00:07:22: Zu präsendieren ohne immer wieder angefeindet zu werden?
00:07:25: also von daher ja Ich kann das ziemlich gut nachvollziehen.
00:07:28: jetzt ist es ja so du gehörst seit Das gesagt seit dreißig Jahren zu internationalen Spitze auch in deinem Bereich.
00:07:35: Wie verändert sich denn die Art der Angriffe, wenn eine Frau immer erfolgreicher wird?
00:07:41: Ist es tatsächlich so dass sie subtiler werden?
00:07:43: oder wie würdest du's beschreiben?
00:07:47: Also erstmal ist natürlich so ich bin seit dreizig Jahren das muss ein bisschen einordnen in diesem Bereich Klimawandel tätig und natürlich die ersten zehn fünfzehn Jahre als junge Wissenschaftlerin aufstrebend, die sich in vielen Netzwerken bewegt hat und natürlich auch erst ihre Position schaffen musste in diesem wissenschaftlichen Setting.
00:08:12: Das ist ja egal welches Geschlecht wir jetzt angucken.
00:08:15: es ist so dass wir in dem Wissenschaftsbereich sehr extrem erst einen, ich sage mal hocharbeiten brauchen und durchlaufen müssen bis wir in so eine internationalsichtbare Position kommen oder auch national sichtbarer Positionen kommen.
00:08:31: Und im Laufe dieser Zeit hat sich meine Position verändert und auch die meine Aktivität im Netzwerk National wie International – ich wurde immer bekannter Und auch damit hat sich mein Umfeld verändert.
00:08:54: Das führt meiner Meinung nach zu unterschiedlichen Bereichen, das eine ist was passiert direkt um mich rum in Deutschland und da habe ich schon gemerkt dass meine Arbeit immer wieder angegriffen wurde wenn ich dachte eigentlich ist die Arbeit gar nicht das was angegriffene wird sondern sie greifen eigentlich mich an Also meine Qualifikation, meine Expertise.
00:09:22: Sicherlich war auch mal die Qualifikations und die Expertise, die angegriffen worden ist aber in dem ich immer international sichtbarer wurde das eigentlich weniger muss ich schon sagen.
00:09:39: es wurde weniger aber es wurde auch ein bisschen subtiler vielleicht.
00:09:45: Also es gab klare, ich sag mal Diskussionen fachlicher Natur die einfach auch ohne Anfeindungen ablaufen und abgelaufen sind.
00:10:01: Aber es gab eben auch immer wieder unterschwellige Angriffe, die ganz klar meine Kompetenzenfrage gestellt haben oder mich als Person.
00:10:12: Jetzt hast du ja von der Internationalität auch gesprochen.
00:10:17: Kannst du für dich sagen, dass das in anderen Ländern anders ist als in Deutschland?
00:10:22: Also was ich ganz klar gemerkt habe und was mir auch sehr geholfen hat, ist, dass es mir im internationalen viel weniger entgegengeschlagen ist.
00:10:30: Ich hatte das Gefühl, dass sich in den internationalen Netzwerken viel mehr akzeptiert werde, als ich das so in meinem direkten Umfeld hatte, phasenweise.
00:10:46: Ich glaube, das kann man schon sagen.
00:10:48: Dass es im International eigentlich weniger ist oder für mich als weniger stark dargestellt hat.
00:10:56: Aber ich muss auch sagen, ich bin natürlich dann immer mal wieder den Konflikten aus dem Weg gegangen.
00:11:06: Ich habe mir andere Bereiche gesucht zum Beispiel diese Arbeit in dem Weltklimarat in dem ich ja gewesen bin.
00:11:14: Das hat mir sehr, sehr viel Spaß gemacht und da hatte auch nicht das Gefühl dass sich als Frau eine irgendwie andere Position hatte als alle anderen Frauen oder alle anderen Männern die beteiligt waren.
00:11:27: also das war ein wirklich international freundliches gleiches Setting.
00:11:35: Das war ein sehr großes Miteinander fachlicher Natur aber auch ein bisschen persönlicher Natur.
00:11:41: Okay, jetzt hast du grad schon eine Möglichkeit genannt wie du mit diesem Druck oder auch den Angriffen umgehst indem du die andere Felder suchst.
00:11:53: Was musstest du in dieser doch ja sehr Männer dominierten Welt lernen?
00:11:58: Um nicht nur zu überleben sondern tatsächlich auch deine eigenen Räume zu schaffen neben dem was du gerade genannt hast.
00:12:04: Musstest du härter werden lauter werden oder gab es Verhaltensweise Eigentlich so gar nicht an der Natur entsprachen?
00:12:14: Also ganz klar, die oberste Richtlinie sozusagen in meinem Bereich ist die fachliche Korrektheit.
00:12:25: Die fachlichen Kompetenz und das sachlich-fachliche Diskutieren.
00:12:35: Das ist für jeden Voraussetzung in diesem Wissenschaftsbereich und im Klimabereich natürlich auch.
00:12:44: In dem Moment, wo ich es geschafft habe, bestimmte Situationen auf eine sachlich-fachliche Ebene wiederzuziehen wurden die Diskussionen eigentlich unpersönlicher.
00:13:05: Und das ist etwas, was ich lernen musste.
00:13:08: Das eben manche Angriffe die vielleicht unterschwellig bei mir als einen Angriff auf meine Sachen Fachkompetenz dargestellt haben also so bei mir angekommen sind dass die mich dann auch in dem Moment verletzt haben, weil ich mich immer schnell natürlich mit meinem Könn identifiziert habe und dann dachte man greift nicht nur mein Wissen sondern man kritisiert nicht das Wissen, sondern man kritisiert mich als Person.
00:13:45: Das musste ich lernen!
00:13:46: Und wenn in dem moment wo ich das trennen konnte mich als Person mehr an die Seite stellen konnte für diesen Diskurs, konnte ich besser damit umgehen.
00:13:59: Okay.
00:14:00: Sie erinnert mich so ein bisschen an mein erstes Sales-Seminar, als ich damals nach dem Studium eingestiegen bin in einer Firma und dort lernte ich einen Satz der hieß Unrat vorbeischwimmen lassen.
00:14:15: Den finde ich der Pasta grad so richtig schön rein ne?
00:14:18: Ich find das SO gut!
00:14:21: Ja, und es ist ja letztendlich genau das.
00:14:23: Wenn dich da jemand persönlich angreift und du eigentlich in der fachlichen Diskussion bist... ...wenn man's dann wirklich schafft aus innerer Stärke heraus diesen Unrat vorbeischwimmen zu lassen nimmt man natürlich auch demgegenüber sofort Möglichkeiten und auch Energien?
00:14:41: Ja, aber nicht immer so einfach!
00:14:45: Das glaube ich dir.
00:14:46: Wir sind immer noch Mensch, muss man natürlich immer sagen, keine Frage
00:14:50: Genau, das zweite vielleicht was ich gelernt habe und da kommt mir aber auch mein Charakter natürlich zugute ist dass wenn ich wirklich etwas anmerken möchte irgendetwas sagen möchte und mich vielleicht zehnmal versucht habe einzubringen.
00:15:08: Aber einfach das Wort nicht erteilt bekommen habe oder nichts sagen konnte oder nicht dran gekommen bin weil ich warum auch immer übersehen worden bin dann einfach auch ungefragt zu reagieren, also lauter zu werden.
00:15:25: Und das hat auch eine Zeit gedauert bis ich das gelernt habe und das hab' ich dann wahrscheinlich auch in Phasenweise mal ein bisschen überzogen weil man dann einfach natürlich auch das Instrument wenn man merkt wenn man einen Weg findet in die Debatte eingreifen zu können als Frau die sonst an einem vorbeigeht.
00:15:44: Wenn man sie findet und den Weg da nutzt dass vielleicht auch öfter tut als es unbedingt gut ist wurde mir dann immer wieder vorgehalten.
00:15:52: Aber das hat im Prinzip gut funktioniert.
00:15:54: Also, dass sagen und auch zur Not noch mal zum Schluss der Diskussion dann einfach nochmal das Wort zu ergreifen um den Punkt zu bringen dem man machen möchte Das hat länger gedauert wie ich das gelernt habe aber das mache ja heute noch.
00:16:12: Auch manchmal ist es unwohl der anderen
00:16:15: Ja, aber letztendlich ist das ja auch eine sehr... maskuline Art und Weise sich einfach den Raum zu nehmen.
00:16:22: Und warum sollst du das nicht auch selber machen?
00:16:24: Das ist ja, wenn Frau sich den Raum nimmt dann merkt man natürlich auch okay die lässt sich nicht einfach so Die Butter vom Brot nehmen muss mal so auszudrücken.
00:16:38: Von daher ist es ein ganz ganz wichtiger Aspekt weil viele Erlauben sich dann warum auch immer gar nicht mehr sich den raum zu nehmen Und wenn sie Pech haben, pollern sie halt einfach raus mit etwas was gar nichts mit dem Thema zu tun hat.
00:16:55: Weil sie einfach nur gehört werden wollen und weil die Emotion dann überhand nimmt.
00:16:59: aber wenn du es tatsächlich scharfst wie du so schön gesagt hast genau im richtigen Moment reinzugehen und gerade am Ende noch mal zu sprechen weil wir wissen ja aus der Psychologie oder aus der Kommunikationspsychologie dass das was am Ende gesprochen wird meistens in den Köpfen der Menschen erhalten bleibt.
00:17:17: also von daher eine sehr gute Strategie.
00:17:20: Ja, ich hab das nicht reflektiert.
00:17:23: Ich habe nicht die Situation über die Jahre richtig reflektieren.
00:17:28: Wenn ich jetzt zurückblicke dann kann ich so ein bisschen die Strukturen finden wie ich mich auch verändert habe.
00:17:36: aber es hat erst am Anfang recht lange gedauert zu verstehen dass nicht ich angegriffen werde, sondern das es um Wissen geht oder dass auch manchmal angegriffen werden.
00:17:47: Zu Recht oder zu Unrecht, das auseinanderzuhalten erst mal zu lernen und damit umzugehen.
00:17:51: Das hat also schon lange gedauert.
00:17:53: Und dann habe ich so ein bisschen beobachtet wie verhalten sich meine männlichen Kollegen?
00:17:58: Es waren fast immer Männer!
00:17:59: Ich bin halt häufig auch in Sitzung gewesen, weil ich die einzige Frau.
00:18:07: dann übernimmt man natürlich oder habe ich übernommen Verhaltensmuster und hab geguckt, wie kommt eigentlich jemand zu Wort?
00:18:18: Was macht die Person damit sie zu Wort kommt sozusagen.
00:18:23: Und hab das beobachtet und hab das auch teilweise übernommt.
00:18:28: aber ich muss sagen Ich hatte auch schon häufig sehr, sehr positive Fürsprecher.
00:18:39: Also ich hatte häufig auch Kollegen in den verschiedenen Diskussionen die mit denen ich auch vorher oder nachher reden konnte wo man auch so eine kleine Strategie entwickeln konnte wie man gemeinsam jetzt das Thema dahin bringt wo man es hin haben möchte also vorher und hinterher.
00:19:01: Das muss ich schon sagen, das hat mir sehr gut getan.
00:19:03: Dass ich das Gefühl hatte in kleineren Räumen also in zweier Gesprächen und dreier Gespräche dann einfach auch in so strategische Entwicklungen mit einbezogen zu werden und die dann auch in Gesprächsformate vorbereitend wieder eingeflossen sind.
00:19:25: Und ich glaube, das ist auch ein ganz wichtiger Aspekt wenn wir das wirklich mal weg von der Emotionalität neben hin zu wie du es gerade so schön gesagt hast Kommunikationsstrategien zu nutzen und Wie du es vorher erwähnt hattest, dieses Modeling of Excellence zu machen.
00:19:40: Nämlich zu schauen wie machen's denn die anderen?
00:19:43: Dass sie tatsächlich in die Gespräche reinkommen dass sie das Gespräch halten können vielleicht noch nicht mal unterbrochen werden dann ist es letztendlich tatsächlich nichts mehr mit.
00:19:53: ich bin ja die kleine Frau sondern ich eignen mir einfach ganz normale Strategien an die andere eben auch führen.
00:20:00: Ja die Frage die ich mir dabei natürlich gestellt habe wollte ich das eigentlich, aber es hat sich so entwickelt.
00:20:08: Also ich wollte einfach unbedingt in dieser Thematik, in der ich arbeite im Klimaschutz und Anpassung an die Folgen des Klimawandels meine wichtigen Beiträge leisten und fachlichen Beiträge leisten.
00:20:22: Und auf dem Weg dahin habe ich dann eben geguckt wie kann ich das am besten schaffen?
00:20:29: Und hab dann eben da vielleicht auch dann immer mal Strategien und Wege auf übernommen, wo ich eigentlich so als Frau gesagt hätte, so willst du dich nicht verhalten.
00:20:42: Aber ich habe es einfach trotzdem!
00:20:44: Ich brauchte das in dem Moment an der Stelle weil ich sonst mit meiner Thematik nicht weiter gekommen wäre Und diese Kompromisse musste ich einfach machen.
00:20:52: Die habe auch gemacht, die bereue ich nicht.
00:20:54: Aber andere Menschen würden vielleicht anders reagieren.
00:20:58: Man muss sehr authentisch sein und nach vorne treiben was einen bewegt.
00:21:07: Wenn es wichtiger ist als Frau in einer Runde mit weiblichen Charakteristiken zu agieren... Das ist anders als wenn man sagen will, ich möchte ein Thema nach vorne bringen.
00:21:25: Es ist ganz egal sozusagen was es da an persönlichen oder anderen subtilen Einflüssen im Hintergrund gibt.
00:21:35: also so hat sich mir das dargestellt.
00:21:37: Ich war immer sehr daran interessiert eine Thematik nach vorne zu bringen und habe dann auch dafür immer mal wieder etwas einstecken müssen oder auch mal irgendwo einen richtigen Punkt machen können.
00:21:49: Damit kommst du zum ganz ganz wichtigen Thema, weil wir dadurch bedingt tatsächlich mal dieses Frauen stehen immer hinten an.
00:21:58: Tatsächlich mal rausnehmen!
00:22:00: Du bringst jetzt einen völlig neuen Aspekt dran indem du sagst was ist denn wirklich mein Ziel?
00:22:05: und muss sich dieses Ziel unbedingt in meiner Weiblichkeit, Männlichkeit, Jugendlichkeit, Gen Z Wie auch immer mit einbringen?
00:22:15: oder mache ich es einfach, weil's mir wichtig ist.
00:22:17: Und ich glaube diese Erfolgstrategie kann man bei unglaublich vielen erfolgreichen Menschen erleben ganz egal ob Männern oder Frauen.
00:22:24: die sind einfach so stark getrieben von dem was sie wirklich wollen dass sie dafür bereit sind auch entsprechende Herausforderung und Konsequenzen zu tragen.
00:22:34: und ich glaub das ist ein ganz wichtiger Aspekt bin nicht bereit für das was sich erreichen will die Konsequenzen zu tragen und auch den Preis zu bezahlen.
00:22:44: Wir kommen gleich – das ist fast schon die nächste Frage, die wir haben – zu einem Part wo du einen sehr, sehr hohen Preis bezahlt hast.
00:22:52: Und wenn ich mir das überlege, kommen wir tatsächlich aus dieser Diskussion.
00:22:57: Es kommen Männer besser an, kommen Frauen weniger gut an raus und kommen auf das worum es tatsächlich jeder einzelnen Person im Leben geht!
00:23:07: Ja, dem stimme ich absolut zu.
00:23:09: Also auch wenn ich so meine Kollegen und Kolleginnen angucke die jetzt wirklich federführend in den weltweit federföhrend in diesem Klimabereich tätig sind das da sind schon international recht viele Frauen und auch viele Männer.
00:23:26: natürlich National sind einige Frauen und mehr Männer aber Wenn sich das anguckt Ich glaube alle Alle sind fachlich getrieben.
00:23:40: Das ist wirklich idealistische Überzeugungstäterinnen und das ist etwas, was eben auch dieses... dieses Fach in der Wissenschaft und dann eben jetzt auch genau insbesondere in dieser Klimaforschung, in der Kommunikation der Chancen- und Risiken im sich wandelnden Klima einfach dazugehört.
00:24:06: Ich glaube das ist sehr stark eine innere Aufgabe was ja bei Forschern sowieso so ist.
00:24:15: Sie sind ja sehr, sehr stark an ihren Themen interessiert und getrieben und da tritt dieser Genderaspekt glaube ich etwas in den Hintergrund.
00:24:27: nicht immer und natürlich auch nicht überall aber ich habe mir da auch gar keine Gedankenphasenweise drüber gemacht.
00:24:37: Ich hab also gar nicht überlegt bin ich jetzt als Frau, wer dich anders behandelt.
00:24:42: Ich bin behandelt worden gut oder schlecht habe mich geärgert oder gefreut und bin da durchgegangen und manchmal hat mir jemand gesagt meine Güte wirst du dir alles gefallen lassen musst?
00:24:54: Und dann hab' ich da mal eine Zeit drüber nachgedacht und dann bin ich aber weiter gegangen.
00:24:58: es hat mich nicht in meinem Weg behindert also Also für mich persönlich behindert.
00:25:04: Ich habe mich manchmal sehr geärgert, ich habe mir aber auch manchmal sehr gefreut, aber ich glaube das geht jedem Menschen so.
00:25:11: Was mir eben sehr aufgefallen ist und das wollte ich auf jeden Fall noch sagen ist dass dieses Rausgehen und dann in ein anderes Umfeld gehen mir immer sehr geholfen hat.
00:25:24: also wenn ich in meinem direkten Umfeld mich unwohl gefühlt habe, dann bin ich in ein anderes Netzwerk mal gegangen.
00:25:32: Ich bin auf eine andere Konferenz gegangen, bin international aktiv aktiver gewesen und dort hab' ich mir dann so bisschen die Bestätigung, dass diese Akzeptanz dieses wieder zurückgeholt, wieder dazugeholt und was man dann ja manchmal, was einem manchmal eben im direkten Umfeld verloren geht.
00:25:51: Bestätigungen gibt's ab einer bestimmten... Leadership-Ebene in der Forschung quasi nicht mehr.
00:25:57: Das muss man schon sagen, da muss man einfach selbst zufrieden sein und das hat mir geholfen dann einmal rauszugehen und woanders zu gucken und dann kam welchem schön dich mal wiederzusehen oder meine Güte das ja ein interessantes Paper oder dass ist ja spannend lass uns was machen.
00:26:12: Und das hat mich dann immer wieder aufgebaut und ich glaube es geht aber anderen Menschen auch so
00:26:17: Und es ist ein ganz wichtiger Aspekt für alle Bereiche des Lebens.
00:26:20: Ich habe das mit einer meiner Coaching-Clienten genauso, dass ich halt immer wieder sage was ist das, was dir wirklich Freude bereitet?
00:26:26: Wenn du merkst, dass du öfter unzufrieden bist dann mach ganz bewusst selbst wenn du eigentlich keine Zeit hast nimm dir trotzdem den Raum die Dinge zu tun, die dir Freude breiten Dann kannst auch mit den anderen Dingen wieder deutlich leichter umgehen!
00:26:43: Genau dahin kommen was eben ganz häufig ja bei erfolgreichen Menschen auch ist.
00:26:47: und du hast diesen wahrscheinlich wichtigsten Erfolgsfaktor auch genannt wirklich.
00:26:51: Wie sehr bin ich getrieben von dem und getrieben im positiven Sinne, von dem was sich wirklich für mich erreichen will?
00:27:00: Für meine Familie erreichen will für die Region oder vielleicht sogar für die ganze Welt auch erreichen will deine eine Konsequenz war dass Du über dreißig Jahre lang siebzig bis achtzig Stundenwochen gehabt hast.
00:27:15: Was macht ein Mensch dreißzig jahrelang mit sich, damit das zur Normalität werden
00:27:22: kann?
00:27:23: Ja ich glaube nicht dass es dreizig Jahre gibt natürlich auf und ab aber sechzig Stunden war normal insbesondere in den letzten.
00:27:34: Ich meine vorher, wenn man dreißig Jahre muss es ein bisschen zurechtrücken.
00:27:38: Es kommt ja erst die Phase in der in der man studiert und nach dem Studium dann also promoviert und während der Doktorarbeit arbeitet man sowieso viel oder auch nicht.
00:27:51: Aber das ist ja da würde ich jetzt auch nicht die Stunden zählen aber ich glaube es sind immer deutlich mehr als vierzig und ich glaube dass geht allen so.
00:28:00: alle Promovierenden sind eben an dieser Thematik interessiert.
00:28:04: Das ist ja eine Mischung aus Hobby und Arbeit, das ist ja etwas anderes in der Forschung als wenn ich jetzt sage Ich gehe morgens raus mache meinen Job und gehen nach Hause abends und machen mein Hobby.
00:28:19: Das ist ja diese intrinsische Begeisterung für das Thema, wenn man sein Hobby leben darf wie ich das durfte.
00:28:27: Mein Interesseleben während der Arbeit sozusagen und das ist natürlich etwas, wo man dann diese vielen Stunden gar nicht merkt, dass mal das Erste.
00:28:37: Das Zweite ist natürlich, dass es Phasen dabei gibt, da arbeitet man unendlich viel und es gibt Phasende, wo ein bisschen weniger arbeitet.
00:28:45: aber Aber wenn man dann noch gleichzeitig in den Führungsebenen weiter nach oben rutscht, also zum einen an der Thematik interessiert ist die ja schon komplexes und zum anderen auch noch sich weiterentwickelt und immer mehr administrative Verantwortung bekommt.
00:29:10: Dann werden die Tage sehr lang.
00:29:13: Und wenn man dann dazu noch international in Netzwerken ist, bei denen eben vielleicht Kolleginnen und Kollegen aus Amerika und Australien dabei sind.
00:29:26: Dann hat der Tag einfach auch keinen wirklichen Rhythmus mehr weil man natürlich mit denen zu den passenden Zeitzonen arbeiten muss und damit verrutscht Stück für Stück die Abgrenzung zwischen Arbeit und Freizeit.
00:29:43: Das kann man eigentlich nur meiner Meinung nach aushalten, wenn die Arbeitszeit auch Spaß macht.
00:29:50: Sehr viel Spaß macht!
00:29:52: Aber was eben verloren geht sind regelmäßige Kontakte außerhalb der Arbeit oder Zeiten außerhalb de Arbeit.
00:29:58: also ich kann nicht jeden Donnerstagabend in irgendeinen Verein gehen zum Kartenspielen oder sowas weil ich entweder bin auf Sitzungen oder ich bin auf Reisen oder Ich bin zu müde oder ich muss irgendeine Deadline fertig machen.
00:30:09: Der Rhythmus der Wochen oder der Tage verschiebt sich und da bleibt schon auch ein bisschen was auf der Strecke.
00:30:20: Absolut, und der Preis den du gezahlt hast ist das ist das, was du mir beim letzten Mal gesagt hast, dass du kaum Freunde hast keine wirkliche Freizeit und kein echtes Hobby mehr.
00:30:30: wenn du das heute so nach aussprichst.
00:30:34: Was löst das in dir aus?
00:30:36: Ja, das schockt mich ein bisschen.
00:30:38: Weil es mir eigentlich erst in den letzten Jahren so richtig aufgefallen ist.
00:30:41: Ich hatte natürlich viel auch immer mit der Familie zu tun.
00:30:44: Ich habe ja Vollzeit gearbeitet, mein Mann auch und wir haben eine Tochter.
00:30:49: Und damit gab es dann quasi Arbeit- und Familie.
00:30:53: Dann waren weniger Zeit um noch für jeden einzelnen persönliche Zeit zu finden.
00:31:00: Das war okay.
00:31:01: so lange Und ich habe das auch, ist mir gar nicht so richtig aufgefallen.
00:31:06: Aber in den letzten Jahren ist es mir aufgefallen dass ich mich überlege Mensch wozu hättest du denn jetzt mal Lust?
00:31:15: Vielleicht am Wochenende nicht mehr so viel zu arbeiten?
00:31:17: was machst Du denn jetzt an diesem Wochenende Mal?
00:31:19: und dann kommt immer dasselbe, ne?
00:31:21: Jetzt können wir die selben drei vier Dinge.
00:31:24: aber Mir ist dann aufgefallen du hast da gar kein richtiges Hobby mehr wofür du brennst.
00:31:31: Ich hab' auch gar keinen Also auch nicht ein Freundeskreis, wo ich sagen würde, mit denen treffe ich mich jetzt immer.
00:31:37: Das ist alles so langsam weg diffundiert und da habe ich mich auch nicht genügend darum gekümmert.
00:31:43: Ich hätte natürlich meine Prioritäten ändern können, anders setzen können aber offensichtlich wollte ich das nicht!
00:31:52: Ich würde jetzt nicht sagen, ich konnte es nicht.
00:31:55: Ich glaube schon auch dass ich da hätte natürlich anders agieren können.
00:32:02: Das hat sie nicht anders ergeben, aber jetzt so nach den letzten vier fünf sechs Jahren denke ich Mensch da ist doch ganz schön viel auf der Strecke geblieben.
00:32:11: Und wenn du da heute deinen dreißigjährigen Ich begegnen würdest?
00:32:16: Würdest Du ihr sagen mach es so oder würdest Du von dem Preis erzählen den Du bezahlt hast?
00:32:27: Ich glaube ich würde das genau nochmal machen.
00:32:28: Ich würde ein paar Dinge anders machen.
00:32:30: Aber ich würde dem Dreißigjährigen auch sagen Wenn du so eine Chance hast, wie ich es hatte mein Interesse ... ... vierundzwanzig Stunden am Tag sozusagen zu verfolgen bei der Arbeit dafür Geld zu kriegen Kontakte zu haben und Einfluss zu bekommen.
00:32:47: Und den habe ich ja hinterlasse sehr viel in der Forschung im Klimaservicebereich an Veränderungen die in der Gesellschaft angestoßen worden sind was ich sehe.
00:33:00: Ich sehe ja was meine meinen Wirken über die vielen Jahre eigentlich jetzt hinterlässt, nicht nur an neuen Computerprogrammen und Doktorandinnen und Dokteranten sozusagen.
00:33:14: Die weitermachen meine Arbeit weiterführen, die überall jetzt auch sichtbar werden sondern ich sehe ja auch wie sich die Gesellschaft zumindest Teile der Gesellschaft immer mehr mit dem Klimathema auseinandersetzen.
00:33:27: Und ich glaube ich wollte diese Botschaft einfach bringen und ich hatte die Chance so eine Botschaft zu leben in meinem Arbeitsleben und damit quasi meinen Idealismus, mein Hobby, meine Interesse und meiner Arbeit und meine Freizeit zusammenzubauen.
00:33:47: Und wenn ich jetzt mal ein dreißigjähriges Ich angucke würde ich sagen, wenn jemand so von einem Thema getrieben ist und so eine Begeisterung für einen Thema hat und so ein Idealismus für ein Thema da würde unbedingt dieser Thematik folgen.
00:34:03: Das ist also wichtig, das zu tun was man wirklich will.
00:34:07: wenn ich gewollt hätte dass sich samstens jeden samstag keine ahnung segelfliegen gehe oder irgendwas anderes mache dann hätte ich da schon gemacht ne?
00:34:16: Dann hätte ich etwas anderes gemacht.
00:34:18: aber das war offensichtlich nicht so stark wie im Endeffekt.
00:34:23: diese Begeisterung für die Thematiken ist aber nicht so, als hätte ich nichts anderes gemacht.
00:34:30: Aber ich finde das ist ein ganz wichtiger Punkt weil diese Diskussion natürlich immer wieder aufkommt.
00:34:36: wie ist das?
00:34:37: Gerade auf Männer bezogen.
00:34:39: wenn die Männer andauernd unterwegs sind und ich mache dann immer den bösen Spruch dann irgendwann die kleine Tochter an der Tür sagt Mama wer ist denn dieser Fremde da draußen und wieso hat er einen Schlüssel?
00:34:50: Das ist natürlich schon krass, aber trotzdem bringst du einen Punkt rein und das ist glaube ich ein ganz wichtiger Aspekt.
00:34:56: Sich vielleicht im Vorfeld schon mal Gedanken darum zu machen und sich die Frage zu stellen bin ich bereit
00:35:01: diesen Preis zu
00:35:02: zahlen?
00:35:03: Und wenn da ein eindeutiges Jahr kommt dann ist es so!
00:35:06: Dann darf ich aber natürlich nicht dreißig Jahre später sagen hätte ich mann Und ich glaube, das ist ein ganz wichtiger Aspekt den viele eben nicht machen.
00:35:12: Die machen sich kein Kopf darum umwundern sich nachher dass vielleicht die zweite Ehe kaputt gegangen ist und dass sie zwar ganz oben irgendwo super erfolgreich sind aber auch unendlich einsam.
00:35:24: Wenn ich mir darüber aber im Vorfeld Gedanken mache kann ich sicherlich eine Menge in meinem Leben schon mir selber auch ersparen oder eben auch nicht?
00:35:35: Ja gerne!
00:35:37: Wahrscheinlich ist es so... Ich habe nicht geplant.
00:35:41: Also ich habe nicht die Schritte geplant.
00:35:43: Ich habe immer die Möglichkeiten, die Chancen auf mich zukommen lassen und ich habe aber auch die, die mir nicht passten an mir vorbeilaufen lassen – die Chance und auch die Schwierigkeiten.
00:35:55: Also ich hätte das auch nicht für Geld gemacht.
00:36:00: also wenn man mir gesagt hätte du musst jetzt so viel arbeiten und dafür kriegst du so viel Geld dann hätte ich gesagt ne wenn mich das Thema nicht interessiert hätte.
00:36:07: Also, es ist schon so ein Zusammenspiel von Idealismus und Interesse und natürlich auch einem funktionierenden Umfeld.
00:36:16: Das darf man nicht vergessen!
00:36:18: Denn ich habe einen Mann der sehr stark arbeitet aber auch versteht dass ich unterwegs bin und er ist dann auch unterwegs.
00:36:29: Wir haben das organisiert Wir versucht haben, die Familie und auch das Kind quasi nicht ins Hintertreffen geraten zu lassen sozusagen.
00:36:43: Aber es war auch nie eine Diskussion, bleibst du jetzt mal fünf Jahre zu Hause oder bleibe ich jetzt mal five Jahre zuhause?
00:36:52: Sondern wir haben das quasi so versucht zu arrangieren wie möglich Und dadurch, dass er das eben auch so unterstützt hat und ich seine Bereiche so unterstützte habe sind wir da gut vorangekommen.
00:37:10: Ich glaube es ist ein ganz wichtiger Aspekt.
00:37:13: wenn das richtige Umfeld da ist kann man ganz viele Dinge machen.
00:37:16: Wenn das Umfeld natürlich immer wieder reinschießt wird es logischerweise immer schwieriger.
00:37:21: dann kommt der Druck Dann kommt der Stress usw.
00:37:23: und sofort den Rest kennen wir ja auch.
00:37:26: Ich möchte gerne wenn nicht ein wenig auf die Zeit schau mal auf unser zweites Thema wechseln, nämlich das eigentliche.
00:37:37: Nichtsdestotrotz!
00:37:38: Ich glaube wir könnten jetzt noch stundenlang allein über dieses Thema reden weil es auch so wichtig ist.
00:37:43: aber und wie immer unser Weltklima ein unglaublich wenn nicht das wichtigste Thema überhaupt neben den Kriegen die wir im Augenblick haben.
00:37:55: Du hast gesagt, wenn Politik und Medien das Klimathema fallen lassen.
00:38:03: So wie wir es einigermaßen erleben gerade heißt das aber noch lange nicht dass die Bevölkerung es auch fallen lässt.
00:38:12: Wo findet denn Klimatransformation heute tatsächlich statt?
00:38:20: Also Klima ist ja nichts anderes als Ich sage jetzt mal mit wissenschaftlichen Worten Statistik über das Wetter.
00:38:26: Das heißt also der Ablauf des Wetters, über eine längere Zeit.
00:38:31: wenn man sich das anguckt dann hat man das Klima und das heißt das Wetta betrifft uns alle überall.
00:38:37: Das heisst in allen Lebensbereichen merken dass sich das Weta verändert und das ist eben ich würde sagen die spürbare am Klimawandel.
00:38:52: Und das führt eigentlich dazu, dass immer mehr Leute sich mit den Folgen des Klimawandels auseinandersetzen.
00:39:01: Man merkt es etwas wie der Hitzeperiode in diesem Sommer oder Starkregen, der den halben Garten weggeschwemmt hat.
00:39:09: und was ich sehe und höre sind neben den internationalen oder auch nationalen politischen Diskussionen Die Diskussion, die bis in die Gemeinden hineingehen.
00:39:22: Die bis zu den Familien gehen, die dazu führen dass eben Leute sich überlegen ihre Einfahrt zu entsiegeln damit der Regen besser versickern kann damit die Böden nicht so trocken werden damit das Wasser nicht in ihren Keller fließt und so weiter.
00:39:38: Das heißt also Klimaanpassung an die Folgen des Klimawandels findet eigentlich vor Ort statt bei den Menschen vor Ort, in den Familien, bei den Unternehmen.
00:39:53: In den Gemeinden und in den Kommunen, in die Städten, in der Stadtplanung, in Parlamenten wird es diskutiert ebenso wie Klimaschutz.
00:40:01: Das sind dann eben die Bereiche, die wir dringend brauchen um eine stärkere Erwärmung möglichst einzudämmen.
00:40:08: Das heißt es ist etwas wie Energieeffizienzdiskussion, Ausstieg aus den fossilen Energien auf die Umstieg in die erneuerbaren Energien und auch das findet ja... zum einen auf der nationalen und internationalen Ebene stumm, aber es findet ja auch bei jedem vor Ort um.
00:40:25: Wenn er sich überlegt will ich nicht meine neue Heizung zu einer Nichtfußilenheizung machen und die Kohle oder Gasheizungen durch eine Wärmepumpe ersetzen
00:40:34: z.B.,
00:40:35: oder mache ich mir Salaranlagen aufs Dach?
00:40:37: Das sind also die Menschen vor Ort, die einzelnen Menschen aus Effizienzgründen, aus Umwelt- oder Klimaschutzgründen Oder weil sie gute Ideen haben, aus Innovationsgründen auch eben in dieser Transformation einzahlen.
00:40:56: Also es bleibt nicht an der Oberfläche was Politik und Medien angeht sondern es geht viel tiefer.
00:41:02: Und ich bin total bei dir denn diese Diskussion hat man ganz vielen Gesprächen ganz unterschiedlicher Kulörabs.
00:41:09: und tatsächlich die Klimaerwärmung ist Man, ich erliebt es hier in Spanien ja auch.
00:41:13: Dass wir nicht nur jetzt einen Monat mal, dreißig oder fünfundreißig Grad haben sondern dieses Jahr von Juni bis Ende August diese Temperaturen hatten das kriegt ja jeder mit und ich merke hier ich sitze gerade meinem neuen Büro ist unglaublich warm trotz des Ventilators den ich an habe.
00:41:33: Aber natürlich auch, dass viele sagen okay jetzt hole ich mir halb meiner Solaranlage.
00:41:37: Ich hube das Elektroauto oder oder Auto kann man natürlich jetzt stundenlang darüber diskutieren.
00:41:42: ist es wirklich gut?
00:41:43: Ist es nicht so gut?
00:41:44: aber darum geht's letztendlich gar nicht.
00:41:45: Es geht also immer mehr in die kleinen einzelnen Haushalte auch rein.
00:41:50: Das heißt du sagst ja auch sehr deutlich Klimawandel ist kein parteipolitisches Thema.
00:41:58: Warum haben wir es aber trotzdem über die Jahren weg immer mehr hochgepusht dazu.
00:42:05: Wenn es doch, wie du ja gerade eben so schön Gesicht gesagt hast eigentlich bis in die kleinen Haushalte hineingeht?
00:42:14: Also das ist natürlich abhängig davon wer darüber spricht.
00:42:18: also zum einen ist es natürlich so dass wir mit den Grünen eine Partei hatten oder haben die das Klimathema für sich auch besetzt hat und auch sehr stark und auch gut nach vorne gebracht.
00:42:35: Und wenn ein Thema mit einer Partei verbunden wird, dann guckt die andere Partei da schon bisschen anders drauf.
00:42:41: Das ist eben auch parteipolitisches Geplänkel oder Gehabe oder Ordnung.
00:42:48: Ich weiß nicht wie man das nennen soll.
00:42:51: Das zweite glaube ich ist dass Klimawandel nicht so fassbar für Menschen und auch nicht für Politiker gewesen ist in den letzten dreißig, vierzig Jahren.
00:43:06: Vielleicht nehmen wir mal die letzten fünf oder acht raus, weil es eben nicht so erlebt wird wie eine Preissteigerung an der Tankstelle oder wie eine Kürzung der Rente oder wie Erhöhung des Krankenkassenbeitrags.
00:43:19: Das heißt also das Thema ist ein bisschen weniger greifbar und ist damit vielleicht auch ein bisschen in den Hintergrund gerutscht bei verschiedenen in verschiedenen Politikbereichen als etwas, was vielleicht nicht so wichtig ist.
00:43:37: Dann ist es sicherlich auch sehr nah an dem Umweltschutz diskutiert worden.
00:43:41: Klimaschutz und Umwelthutz wurden sehr eng zusammen diskutiert schon in den letzten Dekaden von Anfang an eigentlich Und es gab schon immer welche, die gegen Umweltschutz waren.
00:43:53: Weil sie umweltschutz mit Regularien verbunden haben, die sie irgendwie in ihrer freien Entfaltung behindert haben oder aus welchen Gründen noch immer.
00:44:00: Also es gibt verschiedene Aspekte dabei, die glaube ich dazu geführt haben dass dieses Klimathema so polarisiert bearbeitet worden ist in den letzten dreißigvierzig Jahren.
00:44:14: Erst jetzt in den letzten wenigen Jahren, glaube ich wird vielen bewusst dass eben der Klimawandel wirklich dazu führt Mein Wetter, was ich spüre im tagtäglichen Leben oder was mein Unternehmen betrifft.
00:44:31: Oder was meine Einkünfte betriffe weil die Ernte nicht mehr so gut ist.
00:44:34: Oder weil der Kindergarten ständig überflutet wird dass mein Leben davon betroffen ist das es eben doch etwas ist was uns als Menschen insgesamt betrifgt und was man nicht ab tun kann als eine Spatendiskussion.
00:44:50: Und das ist ein bisschen schade, dass es erst über diese extremen Ereignisse kommt.
00:44:54: Aber ich glaube, diese Eregnisse helfen einfach auch jedem Menschen klar zu machen, dass sich etwas verändert und uns an diese Veränderung anpassen müssen um damit einigermaßen umzugehen und dass wir alles tun müssen, um nicht noch mehr Veränderungen zu generieren.
00:45:12: Da ist dann wieder die Verbindung zwischen der Politik-Ebene zu jedem Einzelnen
00:45:19: Absolut, und es ist letztendlich egal in welchem Bereich wir hingucken immer dieses wie viel Schmerz verträgt der Mensch bevor er irgendwann aufbegehrt.
00:45:29: Es ist immer wieder das gleiche.
00:45:32: Ist es denn so dass wir heute sagen können Klimas eigentlich völlig parteiübergreifend?
00:45:38: Egal welche Partei damals haben die Grünen angefangen Heute muss es wahrscheinlich jeder aufnehmen.
00:45:43: Und wenn wir den Schritt weiter gehen Welche Verantwortung tragen dann die Medien dabei?
00:45:53: Also sicherlich ist ja das Klimathema nicht in allen Parteien gleich verankert.
00:45:58: Es gibt immer noch Parteien, die den Klimawandel leugnen.
00:46:01: es gibt Parteien die ihn nicht wirklich wahr haben wollen oder nur bedingt und andere wo's ganz präsent ist.
00:46:11: also es ist nicht wirklich überparteilig so wie ich es mir wünschen würde dass die Parteien, also die Gesellschaft gemeinsam an den besten Lösungen arbeiten.
00:46:24: Dann kann es ein bisschen Geplänkel über die besten Lösung geben gerne aber eben das man sich vorher klar ist, dass wir alle in die gleiche Richtung ziehen nämlich den Ausstieg aus den fossilen Energien damit wir die Emissionen eingrenzen können und somit den Temperatur der Erwärmung nicht weiter anheizen und das Aufnehmen von Technologien und Maßnahmen, um sich an die Folgen des sich schon veränderten Klimas anzupassen.
00:46:54: Das sollte eigentlich klar sein.
00:46:56: Und ob man dann diese Maßnahmen entwickelt weil man damit auch noch Innovation verbinden kann wäre ja okay.
00:47:06: also es gibt ja Parteien, die sind mehr Richtung Innovation, Technologie getrieben andere sind mehr richtungen Umwelt und Individuen soziales Getrieben.
00:47:15: Jedes hat seine Berechtigung und alle diese Felder würden aus einer klimaresilienten Entwicklung so nennen wir das.
00:47:24: Also begrenzend Klimaschutz, also begrenzen des Klimawandels und sich anpassen dass was man nicht mehr ändern kann, würden alle profitieren.
00:47:34: sehr wichtig, dass man so einen Konsens für diese klimaresiliente Entwicklung für die Gesellschaft erreichen kann und dann können sich die Parteien gerne darunter streiten was die besten Umsetzungsmaßnahmen sind.
00:47:45: Dass das wie man da am schnellsten, am effizientesten, am sozial gerechtesten auch vorankommt.
00:47:52: Das finde ich eine schönere Debatte und dafür nicht schön wenn die Medien da einfach einsteigen würden Nicht immer nur die... Schmerzlichen und begrenzenden Effekte, die natürlich eine Veränderung des Lebenswandels auch mit sich bringt nach vorne bringt.
00:48:18: Sondern auch mal die Chancen nach vorne bringen.
00:48:20: Also die Innovation, die darin liegt.
00:48:22: Die Energieeffizienz, wenn ich weniger Energie verbrauche muss ja weniger dafür bezahlen.
00:48:29: Dann habe ich auch ökonomisch was davon.
00:48:31: Das ist ja auch gut!
00:48:32: Das ist nicht schlimm, ob ich nur das Klima rette weil ich damit Geld verdiene.
00:48:36: Hauptsache ich rette das Klimawandel.
00:48:38: Und dem Klima ist es ja wurscht im Endeffekt.
00:48:40: Aber deswegen sage ich, dass die Chancen in diesem Wandel liegen besser erkannt werden und da denke ich haben alle ihre Rolle.
00:48:56: Die Wissenschaftler müssen kommunizieren wo eben Lösungen möglich sind, wo Chancenen und Risiken liegen müssen in den Dialog kommen, um diese Optionen in ihre Entscheidungen aufzunehmen.
00:49:14: Und Medien sollten dieses eben nicht polarisiert sondern als ein Gesamtwerk darstellen und das würde ich mir sehr wünschen.
00:49:24: Ich finde Medien gehen schwarz-weiß mit dem Klimatemaum
00:49:28: Absolut, nicht nur mit dem Klimathema.
00:49:30: Generell ist es ja eben auch so je mehr ich in die Wunde drücke umso mehr Aufmerksamkeit bekomme ich und die Medien wollen natürlich nur eins nämlich Aufmerksamkeit.
00:49:38: Und trotzdem finde ich's total schön gerade weil du eben darüber sprichst worüber so selten tatsächlich auch gesprochen wird eben das Klimaresilienz eben auch Wohlstand schaffen kann Und du hast ja gerade schon über Chancen gesprochen.
00:49:51: Was sind denn so ein paar Beispiele?
00:49:53: einfach mal, wo du sagst das sind definitiv Chancsen die wir jetzt aufgrund dieser Situation nutzen können?
00:50:06: Also gibt es natürlich ganz viele der ganze.
00:50:10: ein ganz großes Feld liegt natürlich in dem Sektor erneuerbare Energien.
00:50:16: Da hat sich eine ganze Branche entwickelt mit Ich weiß nicht, ich glaube vierhunderttausend Jobs die dort mittlerweile existieren.
00:50:26: Das heißt da hat sich etwas entwickelt was Technologien sind entwickelt worden die dem Klima weniger Schaden und der klimaresilienten Entwicklung zuträglich sind.
00:50:42: das heißt also es ist ob es eine Technologie oder ein Wirtschaftswachstum passiert an dieser Stelle in einem ganz neuen Bereich.
00:50:51: ein anderer Bereich ist.
00:50:53: Und der geht natürlich weiter, wenn ich jetzt sage vom vielleicht bei der Windkraft angefangen und Solar angefangen aber dann geht es natürlich weiter bis hin zu den Handwerkern das heißt also bis hin zur Wertschöpfung vor Ort.
00:51:05: Dann gibt es natürlich ganze Bereiche die dadurch dass sich eben das Wetter verändert Zum Beispiel in Norddeutschland jetzt von den wärmeren Temperaturen profitieren, wo also der Tourismus in Bereiche und Regionen hineinkommt, die vielleicht vorher nicht so davon profitiert haben.
00:51:25: ... vom Mittelmeer weg Richtung Ostsee, um es mal Klaus zu drücken oder... Also da auch ist natürlich etwas was ich mit dem wandelnden Klima wo sich Chancen ergeben haben.
00:51:36: Natürlich gibt das auch Verluste!
00:51:38: Ich will nicht sagen dass alles nur Positives aber wo eben bestimmte Bereiche nicht mehr funktionieren, wo der Tourismus vielleicht weil's zu heiß geworden ist nicht mehr funktioniert, wo die Leute sagen ich fahr'n nicht so vierzig Grad in Mittelmeere, ich geh lieber zu vierundzwanzig Grad an die Ostsee.
00:51:54: Diese Verschiebungen sind da und diese sind natürlich weltweit da.
00:51:58: Aber es gibt natürlich auch Innovationen, die in Firmen ist, sei es in den Bereichen wie sie mit Risiko umgehen, dass Sie quasi den vielleicht nicht wie Sie mit Risikomen gehen, sondern wie Sie auch ihr also wie Sie Mit Ihrem Risiko minimieren indem Sie zum Beispiel Ihr Portfolio Erweitern.
00:52:28: Das heißt, dass Sie Ihre Lieferketten, die Orte wo sie ihre Produkte herkommen diversifizieren und damit dann eben von einer Region nicht mehr so abhängig sind, die vielleicht unter Klimawandel besonders hart getroffen wird und in der dann in der Region nicht produziert werden kann.
00:52:49: Und somit einen Schaden entstehen würde.
00:52:51: Das heißt gleichzeitig kann es auch sein dass sich immer mehr Optionen ergeben.
00:52:56: Natürlich wäre noch neue Technologien entwickelt.
00:53:00: Also das ist jetzt sehr techniklastige Bereich.
00:53:02: Vielleicht sollte man nochmal in diesen ganzen Städtebereich hineingucken.
00:53:07: also wir haben ja Unterklima wandelt jetzt hier in Deutschland zumindest, das haben wir ja diesen Sommer gesehen.
00:53:16: Immer mehr das Problem der Städte sich zu sehr aufheizen.
00:53:20: was passiert da?
00:53:20: Da passieren die zwei Dinge.
00:53:22: Das, was wir schon immer eine Stadtentwicklung gemacht haben nämlich eigentlich blau-grüne Infrastruktur also Bäume und kleine Wechlein und Brunnen in die Städten zu bringen wird noch mal neu dazukommen.
00:53:36: Man begreift jetzt, dass mehr Grün, mehr Bäume, mehr Parkflächen in Städten nicht nur für die Erholung gut sind und für die Luftreiinhaltung sondern das sie unter Klimawandel dann auch noch die Temperaturen nach unten drücken.
00:53:52: Und somit ein Thema was eigentlich schon da war nochmal nach oben gehoben wird der ein ganzer Bereich.
00:53:59: So gibt es ganz viele Beispiele eigentlich wo man sehen kann, dass das man nicht alles neu entwickeln muss um mit dem Klima umzugehen sondern dass man es einfach wetter und sein Leben intelligent zusammen denken muss um die Risiken zu minimieren und die Chancen daraus zu holen.
00:54:21: Und hier mal meine Frage an dich liebe Zuhörerinnen wie hat denn der Klimawandel sich entsprechend beeinflusst?
00:54:31: Dich persönlich dein Umfeld Dein Denken, deinen Handeln?
00:54:36: und wo siehst du für dich persönlich Chancen?
00:54:39: Ich meine die Daniela gerade jede Menge schon aufgezeigt.
00:54:42: Wo siehst Du persönlich für dich Chancenen etwas zu tun?
00:54:48: Nicht um wieder nur Klimaschutz zu machen sondern tatsächlich um seinen eigenen Wohlstand und damit mein ich nicht nur finanziellen Wohlstand sondern generell dein Wohl standhafter zu machen.
00:55:03: Nimm dir da einfach mal, vielleicht machst du jetzt eine Pause von der Aufzeichnung und nimm dir mal einen Augenblick da wirklich in die Tiefe rein zu gehen.
00:55:10: Weil Du hast es vorhin so schön gesagt dann hier las geht in jeden einzelnen kleinen Haushalt hinein und dann natürlich auch bei Dir.
00:55:16: Und je mehr Gedanken wir uns machen und je mehr wir da in diesen positiven Bereicherungen gucken umso größer sind natürlich auch die Möglichkeiten dessen was sich verändern kann.
00:55:30: Ich schaue gerade Mal Du Verwendest Eine Formulierung Daniela, die der gesamten Klimadebatte eine andere Richtung gibt.
00:55:40: Du sagst unsere Generation lebt in einem privilegierten Moment!
00:55:45: Warum Privileg?
00:55:47: und angesichts all der Risiken über die wir sprechen?
00:55:55: Ich bin der Ansicht dass auch wenn die Herausforderung vor der wir stehen nämlich den Klimawandel also die globale Erwärmung einzudämmen immens groß erscheint Wir nicht nur die Verpflichtung haben, dass dafür alles zu tun was wir tun können sondern auch das Privileg haben.
00:56:22: Denn wir sind eigentlich jetzt eine Generation, die ein Gefühl dafür hat, die weiß was auf uns zukommen kann wenn wir jetzt nicht handeln.
00:56:35: Wir wissen auch was in den letzten hunderthundertfünfzig Jahren an an Wissen erarbeitet worden ist, erlebt wurde.
00:56:45: Wir haben die ganzen Erfahrungen aus der Vergangenheit und wir haben jetzt durch die Klimaforschung zeigen, wie eine Welt aussehen könnte wenn der Klimawandel so weitergeht.
00:57:12: Wie es im Moment ist also die Erwärmung sich massiv erhöht wir also kaum Klimaschutz betreiben.
00:57:19: oder wie könnte die Welt aussehen?
00:57:21: Wenn wir sehr viel Klimaschutz betreiben?
00:57:23: das heißt Wir wissen was auf uns zukommen könnte in Abhängigkeit von dem wie wir heute handeln.
00:57:31: Und das ist eigentlich ein sehr privilegierter Moment, denn wenn man vor etwas steht und gar nicht weiß was die Handlung auslöst wie man macht dann hat man auch nicht diese Wahl.
00:57:43: Man hat also auch nicht die Chance zu sagen ja ich möchte positiv darauf hinwirken Ich möchte einen Beitrag leisten weil man weiß ja nicht wirklich was in Zukunft kommt.
00:57:54: Das heißt man handelt mit dem um was man jetzt gerade um sich rum weiß und seine Vergangenheit.
00:58:00: Das hat man die ganzen Dekaden so gemacht, wie da niemand dann vorwürfen macht ist alles gut.
00:58:04: aber Jetzt sind wir in einer Generation durch das Wissen der Klimaforschung In den letzten Dekaten wo wir sagen Wir wissen welche Gestaltungsmöglichkeiten wir eigentlich haben Um der Gesellschaft zu helfen einen richtigen bestimmten Weg zu gehen.
00:58:25: Und wenn wir jetzt Verantwortung für uns, unser Umfeld und unsere Umwelt und unseren Planeten übernehmen dann können wir sagen Wir sind dabei die Gesellschaft in eine bessere Welt zu leiten.
00:58:39: Das ist eigentlich ein Privileg finde ich.
00:58:42: Ich finde das es nicht nur eine Verantwortung sondern auch was Schönes wo man sagen kann ich möchte dazu beitragen.
00:58:48: ich steige aus den fossilen Energien aus ich fliege vielleicht noch einmal im Jahr einen Urlaub Ich fahre mit dem Facharzt zur Arbeit, was auch immer.
00:58:57: jeder muss das für sich selber entscheiden.
00:58:59: Aber ich möchte dazu führen dass meine Kinder und Enkelkinder und besser mindestens genauso gut leben können wie wir möglichst besser, Wie gesagt, klimaresilienten nachhaltigen Entwicklungen sein können.
00:59:15: Wo das Wohle gehen da ist, wo soziale Gerechtigkeit immer wichtiger wird und besser gelebt werden kann.
00:59:23: Und ich finde dass es auch ein Privileg dazu beitragen zu können.
00:59:27: Absolut vor allen Dingen haben wir ja durch eben die Technologisierung durch jetzt sogar auch KI und ähnliches, viel mehr Möglichkeiten als die, die wir noch vor fünfzig oder hundert Jahren hatten.
00:59:41: Und wenn wir die nicht nutzen – dann kommen wir doch wieder zu der Verpflichtung auch – dann verpflichtet uns quasi dieses Wissen wirklich in neue Formen von Verantwortung zu gehen und andere Entscheidungen zu treffen als vielleicht jene, die Wir damals unter Nichtwissen getroffen
00:59:57: haben.".
00:59:58: Also wir haben natürlich eine ganz große Verpflichtung auch.
01:00:01: Die will ich nicht abreden, aber ich will eben so ein bisschen noch mal darauf aufmerksam machen dass es nicht nur ne Bürde ist.
01:00:08: Es wird ja oft gerade von der Politik mit Klimaschutz als Bürde dargestellt.
01:00:13: Jetzt auch die ganzen Notwendigkeiten zur Anpassung an die Hitzewellen zum Beispiel, ne?
01:00:17: Wir brauchen viel mehr Klimaanlagen und die brauchen Strom das heißt sie brauchen erneuerbaren Strom.
01:00:23: Die Krankenhäuser sind sehr schlecht.
01:00:26: viele Krankenhäuser sind recht schlecht auf diese Hitze Wellen ausgerüstet.
01:00:29: Das wird jetzt etwas in Bewegung setzen Und da kann man sehen eine Aufgabe und eine Pflicht.
01:00:39: Man kann es aber auch sehen, als eine Chance in Zukunft diese Situation besser abfedern zu können und mit einem größeren Wohlergehen für die betroffenen Menschen.
01:00:52: Und da kann man etwas Positives zu beitragen, wird bestimmt auch wieder Arbeitsplätze generieren.
01:00:56: Wir müssen viel mehr Klimaanlagen etablieren und das schafft Arbeitsplätzen also absolut.
01:01:02: ich gehöre auch zu den Menschen, die... Ich fahre ein Elektroauto Schon seit recht vielen Jahren.
01:01:08: Und ich weiß selbst, dass das Elektroauto nicht der Weißheit letzter Schluss ist.
01:01:13: also wir reden jetzt mal nicht über seltene Erden und so weiter und sowas.
01:01:16: Ich weiß das alles aber ich kann ja nicht warten bis eine Lösung in allen allen Ebenen perfekt ist.
01:01:23: Ich muss ja irgendwo ein bisschen pragmatisch herangehen und sagen okay es gibt jetzt nicht viele andere Löhne.
01:01:29: Ich hätte gerne Wasserstoffauto aber die sind alle noch nicht soweit den Infrastruktur usw.. Wenn ich schon mal einen Schritt mache und sage, ich will von den fossilen Energien weg.
01:01:39: Und die im Moment beste Lösung auch wenn sie nicht optimal ist ein Elektroauto dann ist das ja immer schon mal ein Schritt dem man machen kann.
01:01:49: Ich würde nicht warten bis das ideale Auto da ist und dann erst umsteigen.
01:01:57: Da haben wir gar nicht mehr Zeit zu entsprechen zu warten weil das Klima wartet nicht auf uns.
01:02:01: also von daher es entwickelt sich ja auch.
01:02:04: Ich möchte jetzt auf einem Part kommen, den wir ganz zu Beginn schon mal angesprochen haben und es passt so gut in dieses Thema privilegiert sein.
01:02:11: Wohlstand und ähnliches nämlich Begriff, den du geprägt hast Paris Lifestyle.
01:02:17: Magst du da mehr zu sagen?
01:02:18: Und wie verbindet sich das dieser Klimaschutz nicht nur mit Aschkäse sondern tatsächlich auch mit Französischem Laissez-Faire mit Lebensqualität Rotwein Käse und allen möglichen anderen Dingen?
01:02:32: hol uns da ein bisschen mit rein.
01:02:35: Ja, das geht natürlich zurück auf das Paris Agreement, wo ja in den Jahr zwanzig fünfzehn die Staatenlänke sich, ich sag mal verpflichtet haben.
01:02:46: Die globale Erwärmung um eins Komma Fünf Grad maximal zwei Grad mehr im Feld ist.
01:02:52: zur vor industriellen Zeit sind vor industrialen Zeitalter zu begrenzen und nicht darüber hinwegzugehen.
01:02:59: Und das war diese große wieder große Errungenschaft.
01:03:03: damals in Paris, im Jahr zweizig-fünfzehn.
01:03:05: Auf einer von diesen Kops nennen sie a Convention of the Parties und leider sind wir jetzt auf dem Fahrt der weitergeht.
01:03:14: also die Klimaschutzbestrebungen weltweit sind im Moment nicht groß genug um nur bei diesem eins Komma fünf oder zwei Grad zu bleiben.
01:03:22: Wir erwärmen wahrscheinlich zum Ende des Jahrhunderts im Moment immer noch auf zweikommer sieben oder drei grad vielleicht sogar noch mehr.
01:03:29: Also wir müssen viel viel mehr tun.
01:03:31: Und damals war so die Diskussion, da haben wir uns so gefreut.
01:03:33: Aber Papst noch dabei beteiligt.
01:03:35: Es war richtig toll!
01:03:35: Die Wissenschaft hat sich total gefreudet.
01:03:37: Ich glaube es waren ein richtig toller Moment.
01:03:40: und da gab es ja diese Diskussion auf einen Prozent fünf Grad, die globale Erwärmung zu begrenzen im Jahr zwei Tausend Einhundert immer im Verhältnis zur Temperatur der globalen Temperature vor der Industrialisierung.
01:03:56: Und dann hat man überlegt so bisschen Was entwickelt, was bedeutet das eigentlich und warum wollen wir das?
01:04:06: Und wir wollen ja eine sehr positive für alle angenehme Welt.
01:04:10: Wir wollen ja soziale Gerechtigkeit, wir wollen ökologisches Wohlergehen, wir auch Wohlstand, wollen auch ökonomisches Wohle ergehen.
01:04:19: Und so ein bisschen hat sich dann eben bei mir durchgesetzt und auch bei einigen meiner Kollegen dieser Paris Lifestyle.
01:04:26: Das ist eigentlich ein sehr angenehmer, ein sehr entspannter, ein positiver Lebensstil in dem es nicht nur immer um Böde und Schulden und Begrenzungen und Geld und Macht und weitere Begrenzung geht sondern wo man auch noch sagt Mensch wir möchten eigentlich ein schönes Leben für alle Generation nach uns erhalten oder entwickeln.
01:04:52: Und damit verbindet man dann eben so ein bisschen das französische Laissez-faire, da nochmal schön abends zu sitzen und einen Rotwein trinken und ein Stück Käse zu essen und sich es auch gut gehen zu lassen.
01:05:02: Ich glaube diese Balance zu finden ist ganz wichtig.
01:05:06: Das ist so was ich denke wo wir einfach jetzt dran arbeiten müssen dass nicht immer nur in Politik und Medien dieses Negativbild von Klimaschutz vermittelt bekommen, der es alles schlechter macht.
01:05:22: Sondern natürlich gehen wir durch eine turbulente Phase aber wir wollen ja hin zu einem Wohlergehen für die Gesellschaften, für die Welt... Wir sind jetzt in einer turbulenten Phase weil wir kommen aus einer relativ angenehmen Phase zumindest ist in Deutschland werden relativ angenehmes Leben.
01:05:40: Jetzt wird es alles ein bisschen kompliziert, die Krisen werden mehr geopolitische Krisen, nationale, regionale Schwierigkeiten.
01:05:51: und das ist so eine turbulente Phase in der wir sind und ich glaube Wir brauchen so einen Bild wo wir hin wollen.
01:05:58: und ich finde da dieses Parish Lifetime und wir haben's gesehen bei der Olympiade, ne?
01:06:02: Wir haben's ja wirklich gesehen.
01:06:03: Paris ist vorangegangen, wir haben alles grün gemacht.
01:06:05: man kann wieder in das Hinschwemm ob das jetzt alles perfekt war oder nicht, ist sehr auch mal dahingestellt.
01:06:11: Aber gehen voran, sie wollen ein angenehmes Umfeld schaffen und da ist Paris schon so ein bisschen Vorbild-und Vorreiterin.
01:06:23: Und ich glaube, das brauchen wir als einen Zielpunkt wo wir hinwollen?
01:06:29: Da müssen wir verstehen dass immer wenn man von A nach B will und sich was ändert dazwischen dann ist es immer mal turbulent und mühselig.
01:06:37: Dann geht es mal besser voran, man kommt der Stück Weg schneller voran und dann ist man schlapp und geht wieder langsamer.
01:06:42: Oder so notrutscht man den Berg wenn das Stück runter, da muss man wieder rauf krabbeln.
01:06:46: Also gibt immer diese Turbulenzen dazwischen, wenn wir von einem Zustand zum anderen gehen.
01:06:50: Wir haben jetzt eine turbolente Phase.
01:06:52: Hier wird es Gewinner geben und Verlierer, wir werden schneller vorankommen auch mal schlechter.
01:06:58: Aber im Endeffekt dürfen wir diesen Weg nach vorne nicht verlieren Und ich finde da ist Paris einst Komma.
01:07:02: fünf Grad.
01:07:04: Paris Lebensstil ist doch ein schönes Ziel oder?
01:07:07: Absolut bin ich total bei dir, vor allem wenn man sieht wie extrem komplex und schnell unsere Welt geworden ist.
01:07:15: Dann kommt KI jetzt noch mit dazu dann kommt Robotik mit dazu da kommen die meisten ja schon gar nicht mehr mit und wenn wir es dann schaffen.
01:07:23: trotz dessen Und das ist etwas, was ich für mich gelernt habe.
01:07:27: Ich wollte früher immer raus aus dem System, weil mir das System alles nicht so gefallen hat bis ich irgendwann begriffen hab... Das macht gar keinen Sinn!
01:07:34: Weil wenn ich raus aus diesem System will bin ich immer nur am Kämpfen und mein Leben war ein ständiger Kampf fast fünftig jahrelang.
01:07:41: Mir dann zu sagen ne, ich mach mal einfach einen schönes Leben in Anführungsstrichen, in dem System.
01:07:47: Und ich glaube das ist genau das wo wir eben hingucken können.
01:07:50: und Ich kann für mich sagen seitdem ich hier in Spanien lebe seit zwei tausend zwölf ist jetzt schon eine ganze weile hat sich auch mein arbeitstil komplett verändert da es viel mehr lifestyle drin da ist vielmehr leichtigkeit drin.
01:08:02: Das hätte ich damals in deutscher nicht geschafft gebe ich ganz ehrlich zu brauche es dafür Hier die südlichen länder?
01:08:10: nein sicherlich nicht.
01:08:11: aber So wie du es zu Beginn mal gesagt hast, wie du dir abgeschaut hast.
01:08:15: Wie kommunizieren denn die erfolgreichen jetzt auch hierzuschauen?
01:08:20: Wie leben denn die Menschen in den südlichen Ländern deutlich angenehmer?
01:08:26: und wenn ich mir das vorstelle dass ne... Wenn du von Paris sprichst, wenn die Franzosen gehen an die Provence nicht mittag erst mal eben halbe Stunde fertig weitermachen sondern teilweise drei vier Stunden.
01:08:35: das machen Die trinken ihren Wein sehr viel Wein die essen auch nicht gerade nur Fett frei und trotzdem geht es ihn richtig gut, weil sie eben den entsprechenden Lifestyle haben.
01:08:48: Und das zu lernen in der Welt, in der wir sind, bicht total bei dir dann jeder, das würde viel verändern um würde sich ganz sicher auch auf das Klima auswirken oder?
01:08:59: Ganz bestimmt.
01:09:00: Und das heißt ja nicht, dass sie weniger arbeiten oder weniger erfolgreich sind.
01:09:04: Das ist einfach nur eine Einstellung zum Leben.
01:09:07: Dieses verkniffene Verbissene und dieses schwarz-weiß Denken behindert einen ja oft darin.
01:09:16: Er arbeitet genauso viel wie wir.
01:09:18: Sie arbeiten aber gut!
01:09:20: Nicht alle.
01:09:20: Manche arbeiten wahrscheinlich genauso verknüpfen wie wir, aber manche auch nicht und ich glaube das... Ich glaube auch nicht dass man dafür in Süden fliegen muss oder schon gar nicht fliegen, auch nicht mit der Bahn fahren.
01:09:34: Aber ich glaube man muss ab und zu mal diese Entschleunigung für sich selber wieder ins Bewusstsein rufen und sagen genieß jetzt doch mal gerade den Erfolg für dich in Ruhe den Erfolg jetzt gleich wieder in Hektik umwandelt, sozusagen.
01:09:55: Und ich glaube dieses Entschleunigende ist wichtig.
01:09:59: Ich glaube auch es ganz wichtig noch mehr zu reflektieren welche Verantwortung wir für unser Umfeld haben nicht nur für uns und unseren Samstagabend und unsere Clarivus sondern dass die Verantwortung.
01:10:17: Ich glaube, wenn da so ein bisschen mehr Entspannung und weniger Empörtheit sich breitmachen würde.
01:10:24: Da würden wir alle von profitieren.
01:10:29: Das kann man sehr schön machen, indem man es mit Klimaschutzmaßnahmen verbindet.
01:10:35: Ich finde es fantastisch, dass Leute jetzt anfangen ihren dämlichen Steingarten wieder in Grün umzuwandeln.
01:10:41: Ich weiß gar nicht wie man so ein Steingart machen konnte aber egal war.
01:10:44: irgendeiner hat gesagt das ist toll!
01:10:46: So einen Trend bräuchten wir nicht.
01:10:48: Wir brauchen auch nicht die Architekten, die alles nur mit den riesen Glasfenstern machen.
01:10:52: Also es gibt so viele kleine Möglichkeiten zum Beispiel dann eben einen schönen Garten dazu haben wo man dann einfach auch mal entschleunigen kann und dann denken mensch guck mal da habe ich jetzt was gemacht.
01:11:06: Ich hab eine Klimaanpassungsmaßnahme bei mir zu Hause umgesetzt und kann mich auch noch wohlfühlen damit.
01:11:12: Und das so zu verinnerlich nicht, glaube ich.
01:11:14: Das ist ganz wichtig weil dann merkt man dass nicht immer alles noch zusätzlich kommt sondern dass es so dieses Klimaresiliente Leben einfach ein Lebensstil wird den wir aufnehmen indem wir ruhig Geld verdienen können indem wir Wohlstand generieren können in dem wir innovativ sein können indem auch mal faul sein können und einfach auch Spaß haben.
01:11:36: Es muss einfach nur sich durchsetzen hin Ja üble Technologien, von denen wir es nicht besser wussten wirklich jetzt hinter uns lassen und uns den guten Dingen zuwenden.
01:11:50: Absolut absolut mein.
01:11:52: wir sind ja auch an einem Punkt im Augenblick.
01:11:55: du hast das vorhin schon angesprochen Wir sind in einer Generation der erst eigentlich sehr, sehr gut geht und wo es jetzt so langsam wieder ein bisschen kippt.
01:12:03: Das ist ja völlig normal!
01:12:05: Wir sind in diesen Phasen, in diesen Zyklen, wo's bergauf und auch wie der bergab geht.
01:12:09: Jeder, der ein Unternehmen führt kennt das auch.
01:12:12: Wenn wir eine Beziehung sind, kennen wir das auch, geht berg auf, berg ab... Und nichtsdestotrotz da wirklich zu sagen okay, wir nutzen
01:12:19: das
01:12:19: Ganze jetzt und wir erlauben uns dass es uns wieder besser geht.
01:12:24: Ich bin jetzt seit dreißig Jahren In der Transformationsarbeit unterwegs und wenn ich eins gerade so über die letzten ein zwei Jahre festgestellt habe, die Menschen sind so durch mit dem Thema Burnout Stress Druck dies und jenes sie sind so.
01:12:39: Und was wir festgestellt haben das ist ein so wichtiger Aspekt Wenn unser Nervensystem angeregtes sei es über oder unterreguliert sei dass sich im Stress bin oder da sich zu wenig macht wie auch immer dann können wir keine klaren Entscheidungen mehr treffen.
01:12:54: Und jeder von uns und sicherlich auch du liebe Zuhörerin kennst das, dass du manchmal Entscheidungen trist wo du danach sagst ach du Schande.
01:13:01: Was hab ich da denn gemacht?
01:13:03: Wenn wir das lernen und du hast es so schön gesagt wenn wir uns wieder mehr Zeit nehmen werden wir es wirklich schaffen wieder in dieses sogenannte Window of Tolerance zu kommen.
01:13:11: Das ist so zwischen diesen Nervenregulierungsphasen wo wir wirklich durchatmen können.
01:13:17: Wo wir achtsamer werden für uns.
01:13:20: Können wir auch Entscheidung treffen die wirklich tragbar sind für uns aber letztendlich auch andere.
01:13:26: Und damit komme ich so langsam mal zu dem Punkt von Daniela, weil du könntest jetzt ja vollkommen legitim sagen, weißt du was?
01:13:34: Ich hab in den letzten dreißigvierzig Jahren mehr als genug geleistet.
01:13:39: Ich erinnere mich an unser Gespräch.
01:13:40: Sechsundachzig hat's bei dir gegonnen also schon deutlich mehr als dreißzig Jahre.
01:13:44: Du hast einen Hund!
01:13:45: Du kannst reisen und kannst ein paar Vorträge machen.
01:13:47: Fertig.
01:13:49: Und dennoch ... Sag mir, wenn es anders ist, merke ich gleichzeitig bei dir sofort diese Energie sobald du über neue Möglichkeiten sprichst.
01:13:59: Was kämpft da gerade in Diameteinander dann jeder?
01:14:04: Keine Ahnung, die Phase in die Rente oder...
01:14:09: Stimmt wie du hast mal gesagt.
01:14:10: In achtzehn Monaten.
01:14:11: Was mache ich jetzt?
01:14:13: Also ich denke manchmal genauso wie du es gesagt hast.
01:14:17: Ich habe eigentlich genug geleistet.
01:14:18: Ich sehe was passiert und gucke wo es gut geht.
01:14:22: Ich seh genau so wo ich denke.
01:14:23: meine Güte haben sie immer noch nicht begriffen.
01:14:25: das ist ja nichts zu fassen.
01:14:26: also warum bewegt sich da nichts?
01:14:30: Und dann kommt man bei der Frage, was habe ich denn damit noch zu tun?
01:14:33: Ich hab eigentlich genug gemacht und auf der anderen Seite kommt dann aber auch so dieser Punkt wo ich sage Mensch... Es kann doch nicht sein dass es nicht weiter geht.
01:14:44: Dass es nicht vorangeht das ist nicht noch besser.
01:14:46: voran geht.
01:14:47: also.
01:14:47: in mir kämpft es im Moment bin aber auch jetzt im Moment doch recht erschöpft, muss ich sagen.
01:14:55: Also diese Jahre über die wir gesprochen haben, haben natürlich auch zu einer gewissen körperlichen und auch geistigen Erschöpfung geführt.
01:15:09: Ich glaube diesen Raum kreativ noch mal neu zu denken den muss ich mir im Moment noch erkämpfen.
01:15:18: Da weiß ich nicht genau, ob das jetzt will oder warte was passiert.
01:15:22: Das war mein ganzes Leben.
01:15:23: Ich habe nie vorgeplant... gesagt, auch erst du studierst Meteorologie.
01:15:29: Damit du dann später mal Direktoren von irgendwas werden kannst?
01:15:33: Nein!
01:15:34: Ich habe das gemacht was mich interessiert hat und das sehe ich in der Generation meiner Tochter schon sehr anders die also auch sehr gezielt überlegen was muss ich genau an Abschlüssen machen damit ich möglichst dann auch dahin komme wo ich entweder sehr viel Geld verdiene oder sehr viele Einfluss habe oder also die viel länger nach vorne planen.
01:15:54: das hab ich nie gemacht immer mehr so auf mich zukommen lassen und hab im Prinzip danach gehandelt, was mir was mich interessiert hat.
01:16:02: Was mir Spaß gemacht hat.
01:16:03: ich habe bestimmt auch Chancen vertan dabei aber nie wirklich ihr sie nicht viel verdient.
01:16:08: das tut man in der Forschung nicht woanders.
01:16:10: vielleicht viel reicher geworden mit meinem Wissen und deswegen glaube ich muss jetzt auch einfach abwarten was jetzt kommt und wie sich das weiterentwickelt.
01:16:22: Es wird sich stößig.
01:16:23: Ich werde schon irgendwas machen, glaube ich.
01:16:24: Also... Da
01:16:25: bin ich mir sehr sicher.
01:16:26: Das kommt
01:16:26: bestimmt schon noch.
01:16:27: Ich finde jetzt auch mal gemein.
01:16:29: Ich habe dann welche ein paar Ideen mit denen ich nach dem Podcast sprechen werde.
01:16:33: Aber wir werden dafür sorgen dass wir es im Paris Lifestyle machen oder?
01:16:38: Unbedingt!
01:16:40: Das muss unbedingt sein.
01:16:41: also diese... Dieser Balance muss sein und was ich wirklich wichtig finde ist, man muss Spaß an der Arbeit haben.
01:16:49: Man sollte nichts machen als Beruf oder also es ist natürlich privilegierter hingesagt.
01:16:57: aber wenn man sollte nicht das machen und das verfolgen was einem nicht wirklich Spaß macht nur um damit Geld zu verdienen können nicht alle so Wie ich das jetzt hier sage, das sage ich mir sehr wohl bewusst.
01:17:11: Aber viele könnten es und entscheiden sich trotzdem anders.
01:17:15: Und ich glaube gerade für diese Führungsebenen ist es wichtig dass man mit so einer Passion dahin kommt und dann wird man auch wirklich richtig gut und da macht das auch richtig Spaß.
01:17:28: Wenn man dahinkommt wenn man sagt Ich will einfach richtig Geld verdienen Dann ist das auch eine Aufgabe.
01:17:34: aber das ist dann ne ganz andere.
01:17:36: Und es ist spannend, dass gerade jetzt die Gensi beispielsweise das so gut wie gar nicht mehr hat.
01:17:41: Dass sie nun auch für Karriere und Geld gehen, sondern dass Sie völlig andere Werte haben.
01:17:46: Interessant, wie sich das dann auch entsprechend entwickelt?
01:17:48: Ganz super!
01:17:49: Ganz toll finde ich.
01:17:52: Das ist sowas wie vorhin mit der Turbulenz.
01:17:54: Das sind diese Wellen, die da sind.
01:17:56: Es gibt immer mal das eine vorne, mal das andere da.
01:18:00: Also eigentlich können wir doch auf die Gensee hoffen...
01:18:03: Auf jeden Fall bin ich total bei dir.
01:18:05: Auch wenn viel über sie gelestert wird, dass die kein Bock mehr haben und das sie eigentlich nur sich ins gemachte Nest setzen wollen sehe ich nicht unbedingt so.
01:18:13: aber auch da gibt es nicht nur schwarz-weiß sondern immer schön dieses große Farbspektrum auch dazwischen.
01:18:18: wir werden sicherlich sehen.
01:18:20: und apropos stell dir mal vor wir sprechen uns in zehn Jahren wieder.
01:18:25: woran möchtest du dann für dich ganz persönlich erkennen dass du die kommende Phase deines Lebens richtig entschieden hast
01:18:40: Schwierige frage
01:18:42: Daniela sprachlos zu kriegen das ist schon.
01:18:49: Ich glaube im moment möchte ich, dass sich die dinge dem er spaß machen kann es mir aber körperlich besser geht also dass diese das ist das was mich im moment am meisten belastet und das möchte ich nicht noch zehn jahre machen ich möchte einfach mehr.
01:19:06: ich möchte dass es mir persönlich Insbesondere auch so was Gesundheiten und Fitness angeht, einfach besser geht.
01:19:14: Und ich trotzdem den, diesen Paris Lifestyle machen kann und nicht so kämpfen
01:19:19: muss.".
01:19:20: Dann lass uns doch mal schauen, dass wir das hinkriegen!
01:19:24: Ja?
01:19:24: Gerne.
01:19:25: Gucken
01:19:25: wir mal.
01:19:25: Letzte Frage in einem Satz.
01:19:44: Wichtig ist, das positive im Blick zu behalten und wirklich die Begeisterung für die Zukunft nach vorne zu stellen.
01:19:59: Und ich glaube es ist wichtig fürs ganze Leben den Optimismus nicht zu verlieren und daran zu glauben dass wir eben in eine bessere nachhaltigere und klimaresilientere Welt gehen.
01:20:18: Und das ist die Botschaft, da können alle zu beitragen und es kriegen wir hin.
01:20:23: Absolut!
01:20:24: Begeisterung für die Zukunft – was für ein schönes Ende.
01:20:27: Vielen vielen Dank liebe Daniela dass wir hier solch einen Deep Dive machen durften nicht nur in das Thema Klima sondern eben auch in das was wir ja tatsächlich die erste dreiviertel Stunde hatten sodass wir wirklich mehrere Ebenen hier auch abdecken konnten.
01:20:45: Danke für deine Zeit, die du uns hier gegeben hast!
01:20:47: Danke
01:20:48: für das
01:20:48: was du uns mitgegeben hast und gerade nochmal zum Schluss für deine Botschaft, die so unglaublich wichtig ist.
01:21:00: Vielen Dank von meiner Seite für das sehr interessante Gespräch.
01:21:04: Das freut mich sehr Und ich danke dir, liebe Zuhörerinnen wie immer dass du heute dabei gewesen bist.
01:21:09: Das war sicherlich das längste Interview was wir jemals hatten und ich glaube wir hätten es noch viel viel länger führen können.
01:21:17: Ich bin mir sicher du wirst einiges für dich mitgenommen haben und vielleicht als letzte Frage an dich Wie kannst Du Dich Für die Zukunft Begeistern?
01:21:27: Ich freu mich, wenn du der Erfolge einen Daumen hoch gibst.
01:21:29: Wenn du dem Podcast weiter empfehlst auch wenn wir jetzt eine Weile Pause hatten und vielleicht nochmal das ein oder andere Poeschen sein wird werde ich auf jeden Fall dafür sorgen dass sie wieder so spannende Frauen wie die Daniela hier dabei haben werden.
01:21:43: Ich wünsch dir ein ganz wundervolles Wochenende.
01:21:45: genieß es, genieß dich, genieße dein Leben im Paris Lifestyle!
01:21:49: Bis dahin alles Liebe übrigens ganz neu aus Andalusien Dein Cyranoz.
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