#090 Anna Sophie Herken: Warum Entwicklungszusammenarbeit Startup-Mentalität braucht.

Shownotes

Afrika wird in Europa noch immer viel zu oft durch die Brille von Hilfe, Risiko und Bedürftigkeit betrachtet.

Anna Sophie Herken sieht das anders. Sie ist Juristin, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, kurz GIZ, und verantwortet dort unter anderem die Region Afrika. Vorher war sie unter anderem bei der Weltbank in Washington und bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London tätig.

In dieser Folge sprechen wir über den Wandel von klassischer Entwicklungspolitik hin zu einer neuen Form internationaler Zusammenarbeit: agiler, wirtschaftlicher, partnerschaftlicher und deutlich zukunftsorientierter.

Es geht um Afrika als Chancenmarkt, um Rohstoffwertschöpfung, digitale Infrastruktur, geopolitische Verschiebungen, Startup-Mentalität und die Frage, warum Deutschland seine Sicht auf internationale Zusammenarbeit dringend modernisieren muss.

Eine Folge über neue Bilder im Kopf, über mentale Diversität und über die Zukunft eines Kontinents, den Europa viel zu lange unterschätzt hat.

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Transkript anzeigen

00:00:15: Hallo und herzlich willkommen zu deinem ganz besonderen Podcast.

00:00:19: The Era of the New Women, dem Podcast für die erfolgreichen Frauen der neuen Zeit!

00:00:25: Heute geht es um den Shift weg von altbackischer Entwicklungspolitik hin zu einer Startup-Mentalität – ein sehr interessantes Thema.

00:00:34: Und genau dafür habe ich heute die Anna-Sophie Herken zu Gast.

00:00:38: Hallo Anna, schön dass du da bist.

00:00:41: Ich

00:00:43: bin schon total neugierig, aber wie immer mal zuvor ein paar Worte über dich.

00:00:47: Anna ist Juristin und Vorstandsmitglied der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit.

00:00:53: Vorher war sie unter anderem bei der Weltbank in Washington um beim Generalsekretariat der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung in London.

00:01:01: Außerdem ist die Mitgründerin der Initiative «Die nächste gegen häusliche Gewalt».

00:01:07: Darüber werden wir heute nicht reden, weil unser klarer Fokus heute auf dem Thema der Entwicklungspolitik liegt.

00:01:13: Aber ganz sicher ein anderes Mal auch dazu!

00:01:19: Wie immer die erste Frage auch an dich liebe Anna würde es auch du dich als eine der New Women bezeichnen und wenn ja warum?

00:01:28: Ich habe mal sich überlegt bei New Women ist für mich nicht ganz klar was das ist.

00:01:36: insofern würde ich bei der Frage sagen Ich weiß es nicht, ich glaube es gibt gar keine New Women.

00:01:41: Es ist eher so.

00:01:43: die Frage wie fände ich mir Gedanken mache ob das was ich mache?

00:01:46: Ob ich mach jetzt immer weil ich eine Frau bin oder sozusagen meiner Position als Frau da mache ich das so weil ich so bin wie ich bin und bei mir denke ich eher...ich weiß gar nicht ob ich ne new woman bin.

00:01:55: Ich bin eher in allem was ich machen sehr von Neugierde getrieben und ich glaub dass hat gar nichts zu viel damit zu tun ob ich jetzt ne new women bin.

00:02:03: aber da bin ich mich sicher der wenig drüber nachgedacht.

00:02:05: in meiner Karriere War da immer so ein bisschen unrefliktiert, ob ich das jetzt irgendwie als Frau mache oder nicht?

00:02:11: Macht ihr auch gar nichts.

00:02:12: Es ging ja nur letztendlich darum zu gucken okay nimmst du dich sowas wie so... Ich nenn sie mal es ist jetzt sehr.... Bewertet als klassische frau.

00:02:22: oder sagst du nicht ich bin tatsächlich so auch neu unterwegs.

00:02:25: Ich gehe halt meinen eigenen weg, ich mache mein Ding und ich lebe auch meine Weiblichkeit noch wieder viel mehr... ...als das was man ja oftmals so in der Karriere macht.

00:02:34: Ich mein schließlich bist Du Vorstandsmitglied!

00:02:36: Ich bewerte mal gerade ganz bewusst sehr stark.

00:02:38: Da muss ich auch gleich nachdenken.

00:02:44: Moment was sagt er damit?

00:02:47: Ich denke da wirklich wenig drüber nach.

00:02:49: Und ich bin auch nicht immer so ein Fan von Stereotypen und habe eigentlich bei dem, was ich gemacht hab, immer weniger drüber Nachgedacht ob das jetzt der Rolle als Frau entspricht oder nicht Sondern ich bin eher sozusagen von vielleicht eher Merkmal wie gesagt Neugierde einer gewissen Ambition getrieben gewesen.

00:03:07: aber Das hat für mich gar nicht so viel mit Frau oder Nicht-Frau zu tun.

00:03:10: Also ich bin ja eine Frau und empfinde deswegen alles was ich mache als typisch Frau, weil ich es ja mache.

00:03:17: Aber eine andere Frau macht das ganz anders genauso wie ein anderer Mann.

00:03:20: Deswegen habe ich mich damit relativ wenig so beschäftigt bis vor kurzem.

00:03:26: Letztendlich hab' ich's auch genau deswegen mal eben gerade so krass bewertet um einfach so ne Idee zu bekommen.

00:03:31: und letztendlich geht es für mich tatsächlich mehr darum zu gucken okay bist du eher bewusst?

00:03:39: fortschrittlich progressiv unterwegs lebst du deine weiblichkeit tatsächlich.

00:03:45: das ist das was ich ja immer wieder.

00:03:47: und es hattet ihr wir gehen heute nicht auf dein buch ein aber da war's ja ein sehr starkes thema auch.

00:03:52: Zu sehen wie frauen in gerade größeren organisationen immer noch bewertet werden und dazu sagen ich mache einfach mein ding ist mir völlig egal was die anderen sagen.

00:04:02: allein dass wäre schon etwas neues,

00:04:07: Also wenn ich zurückdenke, sicherlich an den Anfang meiner Karriere.

00:04:10: Da ging die Coachings eher so Richtung du musst dich anpassen also im Verhalten.

00:04:16: Dich immer in der Mitte des Sitzkreises setzen sag' ich mal.

00:04:20: Du musst beim Meeting laut und lange reden keine Röcke anziehen.

00:04:24: da war das Coaching eher hin.

00:04:26: Ich sage mal adaptiere dich in die männliche Arbeitskultur.

00:04:30: Da habe ich aber dann ganz früh für mich entschieden überhaupt nichts für mich weil ich so dachte es ja quatscht denn.

00:04:34: Es ist gut, dass wir alle unterschiedlich sind.

00:04:37: Und B ist mir das energetisch viel zu aufwändig und zu adaptieren.

00:04:41: Insofern war das eher eine Entscheidung und ich glaube aber, dass Gott sei Dank solche Coachings auch abnehmen weil man inzwischen versteht, dass es ihm gut ist wenn wir divers sind und nicht nur so check the box Mann Frau und es gibt noch andere Diversitätsmerkmale sondern eben wirklich divers sind.

00:04:55: Dazu gehört aber auch, dass sich sein kann wie ich bin und morgens keine Energie drauf verwende mich Ja, kann mir ja auch anzupassen äußerlich und innerlich.

00:05:04: Und ich glaube das habe ich zumindest früh entschieden dass mein Weg ist eher dieses Ich bleibe wie ich bin und verzichte dann auf diese Coachings.

00:05:15: Das ist schön, dass du es gerade sagst weil das ja letztendlich dich Darfst du mir sagen, ob das richtig ist oder nicht?

00:05:22: Auch genau dahin gefüttert wo du heute bist und wo wir auch drüber reden werden was Belabelung und ähnliches angeht.

00:05:29: Im Bezug auf zum Beispiel das Thema Afrika.

00:05:33: von daher würdest du für dich sagen Ist es aus so ein roter Faden in deinem Leben dass es dich da hingefütterd wo Du Heute Bist oder sind das bei völlig unterschiedliche Wege.

00:05:45: Interessant ich sag kann ich dir nichts sagen.

00:05:48: Ich glaube nur, dass es immer sich auszahlt.

00:05:52: Es ist ein größerer Widerstand aber es zahlt sich aus authentisch zu bleiben und auch manchmal so eine Andersartigkeit vielleicht irgendwo mit reinzubringen weil das ja auch immer wieder neue frische Blicke eröffnet.

00:06:06: also wie gesagt Das war sicherlich ne rote Fahne in meiner Karriere Dass ich ja ganz unterschiedliche Sachen gemacht habe Also was die an paar Stationen genannt.

00:06:13: Aber ich bin ja auch zur Ayans gegangen Und hab dann unter anderem Versicherungs-Lebensversicherungsgeschäft betreut und hatte das vorher nie gemacht.

00:06:20: Und auch das waren ja immer bewusste Schritte in eine neue Kultur, eine neue Organisationskultur aber auch ein neues Subject, neues Fach wo ich bewusst anders war für meinen Background, dass nicht gelernt hatte teilweise.

00:06:39: Das war sicherlich manchmal auch nachteil weil ich musste mir die Expertise schnell aneignen.

00:06:43: Aber wenn man sozusagen da reinkommt einen anderen frischen Blick hat, das bringt ja auch ganz viel und es ist auch was wir brauchen.

00:06:50: Weil wir reden immer so viel über Diversität wie gesagt mit dem Boxen Frau Mann

00:06:54: etc.,

00:06:55: aber darüber werden wir viel zu wenig reden.

00:06:57: als eben sage ich mal diese mentale Diversität dass da jemand reinkommt irgendwie komplett an einem Blickwinkel hat oder extrovert oder introvert ist oder disruptiv ist.

00:07:08: Da glaube da halten uns alle für unglaublich aufgeschlossen und sind es aber nicht.

00:07:13: Und ich glaube, das tut uns allen gut und das war sicherlich vielleicht eher so ein roter Faden dieses Reinkommen und erstmal alles in Frage stellen weil man auch keine Vorbelastung hatte erst mal sowieso ist es jetzt so.

00:07:25: Wieso will ich verstehen?

00:07:27: Das ist natürlich auch manchmal erzeugt Reibung.

00:07:31: Da kommen die immer hinterfragt alles Aber es erzeugte auch wirklich Chancen und das merke ich ja auch.

00:07:37: Wenn ich dann wieder erst mal so etabliert in etwas bin und da jemand Neues reinkommt und tausend Fragen stellt, denkt man auch erstmal hm ja stimmt.

00:07:44: Wieso eigentlich?

00:07:45: Wieso machen

00:07:47: wir das so?

00:07:48: Das ist doch genau das was sich in meiner Arbeit sehr liebe wenn ich Frauen oder eben jetzt mittlerweile auch wieder Männer im Bereich Business begleite oder an die Unternehmensberatung rein gehe.

00:07:59: wirklich ganz bewusst du hast den Begriff Disruption gebracht eben auch zu stören um mal völlig frischen Wind reinzubringen und vielleicht auch.

00:08:07: Und ich finde das total schön, was du gerade sagst es ist so spannend zu sagen Ich gehe mal ganz bewusst in ein völlig neues Feld blind rein... ...und fange an meine Augen zu öffnen bring dadurch natürlich auch ganz andere Argumente rein ganz andere Sichtweisen rein und ich glaube das ist etwas und das passt so schön zu unserem Thema wenn wir da gleich reinkommen was sie wieder lernen dürfen Blickwinkel zu verändern.

00:08:33: Wir sind so stark im unseren Dingen geworden den Fokus auf diese eine Sache zu richten und verkennen dabei, dass es ja noch ganz viele andere Blickwinkel gibt gerade was unterschiedliche Kulturen angeht.

00:08:48: Ja und das finde ich aber auch ein bisschen was Deutsch ist, dass wir einen großen Fokus aus Expertise legen, was sicherlich auch seine Berechtigung in vielen Bereichen hat.

00:08:58: Aber darüber den Fokuss sagt man Diversität im Denken oder wie ich an Dinge rangehe, welche Blickwinkel ich reinbringe nicht so stark berührt.

00:09:09: Es ist auch schwer messbar aber wenn wir jemanden heiern dann brauchen wir zwanzig Jahre Erfahrungen sowieso.

00:09:16: Aber sich eher mal zu überlegen Ist es vielleicht besser jemand reinzubringen?

00:09:20: Eine ganz andere Erfahrung der war auch ein komplett anderes Mindset hat und der uns hier gerade immer alles auf den Kopf stellt kann ja auch ein Vorteil sein.

00:09:29: Und ich glaube, das machen wir viel zu wenig und wird aber auch immer wichtiger, weil ja wie gesagt auch technologische Disruption jetzt alles erfasst.

00:09:37: Insofern sind die Expertenprofile immer schwieriger, wenn man eigentlich viel breiter denken muss und ganz anderes gilt es wichtig werden.

00:09:45: Das ist was, was mir ganz wichtig ist also wirklich zu gucken dass man mit Leuten arbeitet, die anders sind, die diversen, die Teise keine Ahnung haben von dem was man macht, aber die gute Fragen stellen

00:09:57: Und dadurch sicherlich, gerade weil wir ja gar nicht mehr sagen können wohin sich die Zukunft entwickelt zumindest neue Möglichkeiten bekommen es anders zu machen als das wie's bisher gelaufen ist.

00:10:09: Weil das glaube ich erkennt mittlerweile so gut wie jeder dass wir können nicht mehr so weitermachen wie bisher.

00:10:17: Lass uns jetzt mal tatsächlich auf das warum du auch bei der gehts bist nämlich bei der Entwicklungspolitik näher betrachten.

00:10:26: die welt verändert sich radikal und rasant.

00:10:28: ich glaube da brauchen wir nicht drüber reden das weiß jeder wie stark reift.

00:10:32: aber die bisherige entwicklungspolitik brille tatsächlich noch so wie es bisher gemacht wurde.

00:10:39: oder sind wir nicht sogar verpflichtet modern und zukunftsorientiert zu agieren?

00:10:44: also quasi dass was wir eben gerade angesprochen haben.

00:10:48: Ja, wir sprechen ja bei uns in der GZ.

00:10:49: Wir sind ja ein Bundesunternehmen und arbeiten im Auftrag der Bundesregierung meist im Auftakt des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit.

00:11:01: also es gibt sozusagen bedingt durch die Diskussion letzten Jahren gibt's schon so eine Diskussion oder noch mal einen neuen Winkel auf die Entwicklungszusammenarbeit und zu sagen ist das Modern genug muss sich das anders ausrichten, dann gibt es auch immer so diesen Begriff der Interessen gesteuerten Entwicklungszusammenarbeit.

00:11:19: Also die Frage inwiefern muss das was wir in unseren Partnerländern zum Beispiel in Afrika machen?

00:11:25: Auch uns in Deutschland zugutekommen?

00:11:26: da gibt's ganze Diskussion.

00:11:28: Was ich ganz interessant finde ist dass viel von dem was wir seit Jahrzehnten machen eigentlich genau das alles schon erfüllt.

00:11:36: also wenn jetzt die GZ nehmen Wir arbeiten ja viel in unseren partnerländern und sorgen dafür die Rahmenbedingungen stabiler werden.

00:11:44: Also Arbeit mit Regierung zusammen, mit der Privatwirtschaft, mit NGOs beraten bei Gesetzgebung

00:11:51: etc.,

00:11:51: also alles was wir machen führt ja zu einer Stabilisierung der Partnerländer.

00:11:55: das machen wir schon seit Jahrzehnten und auch das hat ja schon immer letztendlich den Deutschen genutzt weil die deutschen Unternehmen wenn sie dann da hingehen haben natürlich auch ein besseres Rahmenumfeld.

00:12:06: Wir sorgen dafür dass sozusagen Stabilität und Sicherheit gewährleistet sind.

00:12:10: Das sind ja alle Themen Migration, Sicherheit auch im Gesundheitsbereich, Pandemie-Eingrenzung.

00:12:16: Das sind ja alles Themen die uns berühren und wir haben sie schon immer gemacht.

00:12:20: ich glaube was sich gerade ändert ist Die Wahrnehmung wie sehr das für uns in Deutschland wichtig ist Und natürlich ändert sich dadurch auch der Modus der Zusammenarbeit.

00:12:30: Merkt nochmal einen Punkt Was wir auch sehen durch die geopolitischen Veränderungen Haben wir ein ganz anderes Machtverhältnis einen Poli-Setting, wo plötzlich viel mehr Länder in dieses Machtgefälle reinkommen.

00:12:44: Und deswegen ändert sich natürlich auch das Verständnis in unserer Zusammenarbeit mit den Partnerländern.

00:12:49: Deswegen sagen wir auch Partnerländer, weil es ist eben nicht so dass wir da hingehen und sagen Wir denken A, B und C sind für euch wichtig sondern im Dialog müssen wir rausfinden was brauchen die.

00:12:59: und da unterstützen wir dann also Insofern Es ändert Sich Was.

00:13:03: und gleichzeitig war schon ganz viel.

00:13:06: Ich sag mal, was wir jetzt als modern bezeichnen.

00:13:10: Lass uns mal auf das eigentliche Thema gehen, weil da sie es ja der Schiff weg von Altbacker entwickelt... ...Altbackcher doch ist richtig genau Entwicklungpolitik hin zu einer Startup-Mentalität.

00:13:24: Es wird ja immer noch sehr viel von Entwicklungshilfe gesprochen und wir hatten ja am Vorgespräch auch schon gesagt Hm, ich glaube der Begriff ist eigentlich völlig verkehrt weil er uns dann doch wieder diese Brille aufsetzen lässt.

00:13:40: Achst du da mal tiefer darauf eingehen wie du das siehst und danach gehen wir dann direkt mal in das Thema Afrika rein was ja deine Spezialisierung

00:13:47: raus?

00:13:48: Ja genau man spricht heute von Entwicklungszusammenarbeit weil es eben genau dieses partnerschaftliche ist und vielleicht um so ein paar Zahlen herauszugeben und wirklich beschäftige mich hier viel mit Afrika und vielleicht macht es auch deutlich wenn man Afrika anschaut.

00:14:01: Ich meine, das ist die eine der größten Freihandelszonen in der Welt mit fifty-fünfzig Ländern, die jetzt sozusagen zu einer Zone werden.

00:14:11: Mit eins, vier Milliarden Menschen, die sich sozusagen im Jahr zwanzig fünfzehn nochmal auf zwei, fünf Milliarden anwachsen werden?

00:14:17: Das ist ein Riesenkonsumentenmarkt, ich glaube es ist jetzt zurzeit bei einem Prozent sechs Billionen US Dollar jedes Jahr wenn man auf die Wachstumsstrukturen guckt.

00:14:27: drei zehn Der zwanzig global am schnellsten Wachs- und Volkswirtschaften sind auf dem afrikanischen Kontinent.

00:14:33: Also, da passiert wahnsinnig viel junge digitale Bevölkerung sozusagen das so als opportunitäten oder Realitätscheck.

00:14:44: wenn man dann dagegen liegt die Zahlen dass irgendwie nur drei Prozent des globalen Welthandels mit Afrika stattfindet ein Prozent der Auslands direkt Investitionen global gehen nach Afrika Und weniger als ein Prozent von globalen Venture Capitals, nämlich das sozusagen diesen Markt, wenn ich es jetzt mal als Markt bezeichne oder als geopolitische Struktur mit den Opportunitäten und wie wenig da bisher passiert.

00:15:11: Dann glaube ich wird klar dass wir hier nicht über Hilfe sprechen sondern über einen Kontinent der wahnsinnig viel anbietet und auf dem wir nochmal einen anderen Blick werfen müssen und jetzt nicht nur unter Wirtschaftsgesichtspunkten sondern einfach Sag mal, eine False.

00:15:27: Also ein starker Kontinent der ja nicht nur entsteht, der ja schon da ist.

00:15:31: Deswegen bin ich auch immer... Ich lese dann ab und zu mal so über Afrika also der Chancenmarkt, Opportunity-Markt für später aber ich denke das ist er jetzt schon!

00:15:43: Absolut was glaubst du denn warum bisher so extrem wenig investiert wird?

00:15:49: Ist es tatsächlich diese alte Brille von wegen Afrikas ja ein Armerkontinent?

00:15:53: oder was ist der wahre Grund?

00:15:57: Genau, es gibt... Also ich glaube einmal ist das dieser Blick auf genau Afrika.

00:16:02: Meine Afrika sind ganz viel unterschiedliche Staaten die also Südafrika Nordafrika Sahelzone das ist komplett unterschiedlich.

00:16:12: aber ich glaub dass immer so diese eine blick man sagen muss das sind ja komplett unterschiedliche Volkswirtschaften Kulturen und Umfelder.

00:16:20: Ich glaube da muss sich der Blick noch mal ändern Und das ist ebenso.

00:16:25: Es gibt natürlich in vielen Ländern ein größeres Risiko, als wenn ich jetzt in Europa unterwegs bin.

00:16:32: Aber wir reden auch immer von im Afrika unter wahrgenommenem Risiko Perceived Risk.

00:16:37: Da ist so ein ganz großes, genau eine brille-afkärgliche Risiko und das ist natürlich Quatsch!

00:16:43: Weil A muss man differenzieren für welchen Landysprecher Und es gibt auch genug Zahlen die ihm zeigen dass das nicht stimmt.

00:16:50: Also wenn ich mir Es gibt Ausfallraten für Infrastrukturkredite.

00:16:56: Die sind in Afrika, glaube ich zwischen einen bis zwei Prozent.

00:17:01: In Osteuropa sind die bei zwölf Prozent.

00:17:04: Da ist so ein Bild im Kopf was eigentlich nicht mehr zeitgemäß ist und wie gesagt ja auch undeferenziert es weil jetzt komplett verschiedene Länder und Umfelder sind.

00:17:18: Ich mag mal eben reingehen Früher sind die Tigerstaaten immer so schön als Emerging Markets angesehen worden.

00:17:25: Werden denn diese Länder, die jetzt gerade so am Hochploppen sind in Afrika auch als emerging markets angesehen?

00:17:32: Oder ist das da auch noch nicht angekommen?

00:17:35: Doch natürlich meine wie gesagt wenn ich Südafrika anschaue, wenn ich mir Nordafrika anschaue aber auch in Nigeria passiert ganz viel und es gibt auf dem afrikanischen Kontinent Ich glaube, zehn Unicorns inzwischen von denen die Großzahl zum Beispiel aus Nigeria kommt.

00:17:54: Aus dem Fintech-Bereich.

00:17:56: also deswegen ist dieser Blick der ist wirklich ein Problem und den muss man ändern und ich hoffe er ändert sich auch langsam.

00:18:05: Und ein anderes Thema was auch immer so ein Herzensthema von mir ist ja auch mal zu gucken Was da für Innovationen entsteht.

00:18:12: Also das ist eine Innovationskontinent Und da passiert ganz viel, was wir Leapfrogging nennen.

00:18:18: Also dann werden innovative Geschäftsmodelle gefahren die sich Entwicklungstufen überspringen also wie gesagt von no banking zu mobile payment weil man keine Bankfilialen aufmachen kann.

00:18:34: so als Beispiel.

00:18:36: und da passiert soviel was auch wir brauchen werden in Europa oder global und das ist glaube ich auch noch mal So ein wichtiger Blick, wir nennen das immer Reverse Innovation.

00:18:47: Also nicht so zu gucken was können wir da hinbringen sondern wofür brauchen wir eigentlich die afrikanischen Unternehmer oder Staaten?

00:18:57: Weil wir nämlich deren Lösungen hier auch brauchen und dass ist glaube ich auch nochmal einen Blick der eigentlich zu kurz kommt zur Zeit.

00:19:04: Absolut!

00:19:05: Und wenn wir uns... na wir hatten vorhin über das Thema der Zukunft gesprochen.

00:19:08: Wenn die tatsächlich Generation mehr oder weniger überspringen stelle ich mir gerade vor was würde passieren wenn dieses große probleme in der automobilbranche grade im immobilität kann heute nicht sprechen im mobilität.

00:19:26: Nebo wo die deutsche Automobilindustrie, die ja gerade versucht er noch mitzuhalten aber gerade voll dem Bach runtergeht.

00:19:32: Was würde allein passieren wenn die es schaffen würden weil sie völlig neu disruptiv denken würden tatsächlich auch direkt mal die Immobilität wegnehmen und gleich auf Wasserstoff oder ähnliches gehen?

00:19:44: was würde das für den deutschen Automobilmarkt bedeuten?

00:19:47: Ja er wäre krass gegenüber dem grade Weltmarkt der sich in Bezug auf Immobilität entwickelt, aber er wäre direkt ein Stufe weiter.

00:19:58: Da können wir ganz sicherlich eine Menge lernen allein von dem was da passiert wenn wir uns erlauben würden und ich glaube das ist so ne Mentalität von den gesättigten Ländern die eigentlich so alles haben die dann einfach behebig werden und sagen ja wir haben ihr alles guckt doch mal nach vorne hin.

00:20:15: Ja und ich glaub das Interessante in einigen afrikanischen Kontexten ja auch wie gesagt Lösungen sehen durch Leapfrogging, die ja wie gesagt auch eine durch mir gewisse Ressourcenknappheit entstehen und das sind ja Themen wir werden ja auch immer mehr ressourcenknabheit haben.

00:20:32: Also wie du sagst entweder ist es Energie aber das sehr genauso wie zum Beispiel im Gesundheitsbereich so ich sage mal Remote Solutions weil wir einfach nicht mehr so viele Ärzte in ländlichen Regionen haben wo ich sagen kann da klar ist es was anderes.

00:20:47: wenn weil ich in einem afrikanischen Staat Remote Areas habe, dann muss ich vielleicht auch mit digitalen Lösungen arbeiten die über noch sozusagen mal die altmodischen Tastent telefone funktionieren.

00:20:58: Aber trotzdem diese Grundansatz ob ich das jetzt da anwende oder nachher in Kanada oder in deutschen Regionen wo ich schlechte ärztliche Versorgung hab Das sind ja ähnliche Ansätze und insofern passiert da viel und da müssen wir eben mehr hinschauen.

00:21:13: Absolut, und ich glaube noch ein viel intensiveres Beispiel ist das Thema Therapie.

00:21:18: Wie viele Menschen die ganz dringend Therapie brauchen müssen mittlerweile in Deutschland über einen Jahr auf den Therapieplatz warten?

00:21:24: Und jetzt nehmen wir mal Menschen, die tatsächlich hochdepressiv oder sonstiges sind, die vielleicht sogar lebensgefährdent sind... Ja.

00:21:32: ...warten.

00:21:33: Genau!

00:21:35: Das ist zum Beispiel auch so ein Beispiel, es gibt ja auch so Toolboxen & Apps für mentale Gesundheit, die in Krisengebieten eingesetzt werden.

00:21:45: Zum Beispiel in der Ukraine.

00:21:46: und auch da ist ja die Idee wenn ich so ein Prototypen baue weil du hast ja auch vorhin gesagt gehen wir hin zu einem Start-up-Mentalität dieses sich zu überlegen Ich baue mir Prototype für mentales Gesundheitsunterstützung in Krisensituation.

00:22:01: ob ich sie dann in Ukraine, in Syrien im Sudan anwende sind natürlich kulturell sprachliche Unterschiede.

00:22:08: Trotzdem kann ich ja so einen gewissen Prototypen bauen mit einem ähnlichen Ansatz.

00:22:13: Und das sind Dinge, die jetzt viel mehr passieren, also diese sich zu überlegen.

00:22:17: Gerade natürlich mit Digitalisierung wird es einfach.

00:22:19: aber wie baue ich Prototyp?

00:22:21: Und schaffe es trotzdem dass sozusagen die kulturellen Eigenheiten des Landes in dem sie angewendet werden berücksichtigt sind.

00:22:29: Absolut und gerade wenn ich mir dieses Thema der Krise angucke Tiefen psychologisch mag ich mal vermuten habe nicht recherchiert sind wir menschen insgesamt gesehen sicherlich sehr gleich ganz egal aus welcher kultur wir kommen weil wenn es tatsächlich um lebensbedrohung geht fängt der mensch an einfach entsprechende dinge zu tun die vielleicht hast du da auch ahnung glaube ich weltweit kein großen unterschied machen.

00:22:58: das kann ich also ich weiß ich nicht.

00:23:01: ist es sicherlich was anderes wenn ich wirklich immer mehr teilweise krisen die höchst traumatische Ereignisse ervorrufen.

00:23:10: Also ich weiß mal nicht, ob das dann vergleichbar ist?

00:23:12: Ich glaube aber dass bestimmte Anwendungen um Traumata zu therapieren sicherlich einen gemeinsamen Nenner haben und insofern finde ich diese, dass wir zunehmend schauen wie können wir denn auch immer lernen von einem Land und das aufs andere übertragen?

00:23:31: Dann ist es sechzig Prozent gleich und vierzig Prozent des Prototypens.

00:23:34: Ist dann Sprache, Kultur et cetera?

00:23:37: Das finde ich einfach super spannend!

00:23:39: Und das ist ja genau... Wir sind kein Start dafür, wir sind Bundesunternehmen aber die Entwicklungszusammenarbeit muss sich ja effizienter aufstellen.

00:23:47: Aber auch ... Es ist halt nicht nur mit Effizienz zu tun.

00:23:50: Wir lernen hier auch ganz viel so diese Learnings.

00:23:53: was hat wo funktioniert?

00:23:54: und sich zu überlegen könnte davon vielleicht ein Baustein woanders funktionieren.

00:23:59: Das macht ja unsere Arbeit noch besser.

00:24:01: Absolut bin ich total bei dir.

00:24:03: Lass uns mal ein anderes Beispiel nehmen, Rwanda.

00:24:05: Rwanders Bürokratie ist voll digital im Gegensatz zu Deutschen.

00:24:10: was glaubst du?

00:24:11: wie kommt es das einige Länder so extrem innovativ sind?

00:24:16: und was können wir aus diesem Beispiel gerade für Deutschland lernen?

00:24:22: Das ist ein gutes Thema.

00:24:23: also wir haben zum Beispiel Indien ist ja auch ganz weit ne dass also es gibt Länder die sehr weit sind bei ihrem, man nennt das Digital-Digitalpublic Infrastructure und dann darauf aufbauend ihren öffentlichen Services.

00:24:38: Ich glaube es ist natürlich so dass da... Das wird wirklich prioritär behandelt.

00:24:46: Es wird dann sagen auf oberster Ebene in diesen Ländern als zielgesetzt und relativ stark durchexekutiert.

00:24:55: Was ich schon erstaunlich fand in einigen dieser Ländern, ist ja dann oft so bisschen die Herausforderung zusammen.

00:25:01: Wir digitalisieren zwar unsere Public Services aber wir haben ja oft Länder wo digitale Literacy noch nicht ganz da ist also wo viele Leute noch keinen Zugang zu digitalen Services und auch noch nicht die sozusagen die Befehligungen Handys zu nutzen.

00:25:19: Und das finde ich eher interessant mit welcher Sag mal Rigidität dann sozusagen dafür gesorgt wird, dass die Bevölkerung mit Telefonen und teilweise mit den alten Tastenfohren ausgestattet wird.

00:25:32: Also ich bin ja mal durch die Dörfer gefahren und sind da wirklich werden auch die Frauen im Dorf zusammengerufen und ihnen wird das beigebracht.

00:25:40: Dann gibt es irgendwie auch so eine Art Kiosk mit einem Smartphone wo alle dann hingehen können und ihre Services machen können.

00:25:47: also ich finde es interessant wie das wirklich so end-to-end durchgedacht wird Ja, durchgeführt wird.

00:25:58: Jetzt ist ja gerade das Thema Bürokratie in Deutschland sehr extrem!

00:26:02: Wenn ich mir eben Länder angucke wie Rwanda oder auch einige osteuropäische Länder wo man aufgrund der Digitalisierung ein Unternehmen innerhalb von paar Stunden oder einen zwei Tagen gründen kann und mir dann Deutschland anschauen wo es teilweise Monate oder wenn es komplizierter wird sogar Jahre dauert was Glaubst du, könnten wir in Deutschland anders machen wenn wir von diesen anderen Ländern lernen um solche Dinge zu beschleunigen?

00:26:33: Also ich kann eher schauen was haben die Länder dies erfolgreich gemacht haben.

00:26:38: Was haben sie sozusagen gemacht?

00:26:40: dass es erfolgreich wurde?

00:26:41: und ich glaube da ist zum einen dieses sehr rigide end-to-end denken also vom ersten Kontaktpunkt bis zur Delivery Und ich glaube auch das sozusagen dass letztendlich die Lösung immer so skalierbar gedacht wurden.

00:26:55: Also, das man eben auch letztendlichen... Es war sehr zentralisiert gedacht.

00:27:00: Es gab nicht tausende Sonderlösungen und es wurde skalierbare gedacht.

00:27:03: Und ich glaube, das ist sicherlich etwas, was schwieriger ist gerade in einem föderalen Kontext wie in Deutschland umzusetzen.

00:27:10: aber ich glaube da passiert ja bei uns auch ganz viel und insofern bin ich auch hoffnungsfroh, dass wir dann aufschließen werden.

00:27:20: Es ist wirklich dieses End-to-End-Denken.

00:27:25: Ja, du hast es gerade so schön gesagt, es einfacher machen.

00:27:30: Glaubt diese völlige Verkomplexierung und das dann tatsächlich auch noch in einer immer komplexer werdenden Welt macht es tatsächlich noch einmal mehr kompliziert.

00:27:42: Und wenn wir das schaffen würden – das sehe ich ja auch in anderen Ländern – wenn es einfache gemacht wird geht's natürlich schneller.

00:27:48: gar keine Frage!

00:27:51: Was Afrika angeht, da passiert ja so unglaublich viel.

00:27:55: Du hast von diesen Tech Unicorns gesprochen am vielen vielen Dingen die wir noch gar nicht so sehen können was aus deiner Erfahrung heraus sind so vielleicht drei vier fünf Top Themen wo Deutschland tatsächlich noch von lernen

00:28:15: kann.

00:28:17: Also ich glaube, dass die Wahrnehmung ein Riesenthema ist.

00:28:20: Wir müssen an der Wahrnehnung arbeiten.

00:28:23: Hier so ein Awareness-Raising das, was da eigentlich passiert und was wir für Unternehmen haben.

00:28:28: Was da eigentlich dieser Blick, dass ihr guckt, da gibt es ja Startups, die haben Lösungen, die können uns auch hier helfen.

00:28:36: Und ich glaube da müssen... Das ist auf dem Teil unseres Jobs, das noch stärker zu transportieren.

00:28:41: Ich glaub, dass wir nochmal strategischer rangehen müssen weil wie gesagt in der Vergangenheit In der Praxis waren ja, ich sag mal, Entwicklungszusammenarbeit und wirtschaftliche Aktivitäten waren ja immer vernetzt.

00:28:53: Aber das wurde so separat gedacht und im Koalitionsvertrag zum Beispiel im Jetzigen steht er auch dass da eine viel stärkere Verzahnung stattfinden muss.

00:29:01: Da sitzen mir auch dran aber ich glaube das ist ganz wichtig.

00:29:04: also einfach nochmal strategisch darauf zu gucken und zu überlegen wie kreieren wir denn... Also ich mag das Wort nicht, aber Win-Win Situation weil viele der Partnerländer die wissen ja ganz genau was sie sich von uns wünschen Und das ist ja relativ Interessengleich und das noch stärker zusammenzubringen.

00:29:21: Ich glaube, dass die Wirtschaftsakteure teilweise – da würde ich mir wünschen, dass der weniger zurückhaltend ist?

00:29:27: Wir haben viele Unternehmen, die aktiv sind in Afrika aber es ist relativ wenig auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern.

00:29:34: also ich glaube das ist nochmal wichtig und vielleicht auch nochmal diesen Blick nach Europa weil da passiert auch ganz viel.

00:29:40: Da gibt's zum Beispiel Team Europe Initiative Global Gateway Projekte EU, wo wir jetzt sagen Wir wollen ein Gegenmodell zur zu Belt and Road Initiative dieser chinesischen Initiative anbieten.

00:29:56: Da passiert ganz viel und ich glaube das da ist Bewegung.

00:30:00: Ich würde mir mal wünschen dass die noch schneller wäre aber ich glaube dazu braucht es auch nochmal Privatwirtschaft.

00:30:05: Und jetzt uns im Publikbereich Dass wir da noch noch enger und verzahnt miteinander arbeiten und wie gesagt Es tut sich ganz viel.

00:30:12: Das ist eben so.

00:30:15: natürlich im öffentlichen Bereich dauern die Dinge manchmal länger, weil dann auch viel mehr Akteure reingeholt werden.

00:30:22: Aber ich bin ja zuversichtlich dass wir da einiges ändern werden jetzt in den nächsten Jahren.

00:30:27: Okay wenn wir jetzt alles mal so Revue passieren lassen unsere Zuhörer sind Führungskräfte selbstständige Unternehmerinnen.

00:30:38: aus dem Anders aus deiner Brille heraus, welche Botschaft hättest du für unsere Zuhörerinnen da draußen?

00:30:47: In Bezug auf Afrika oder in Bezug mit ihrer Führung oder ihrer Leadership.

00:30:59: Ich würde mir, ich glaube es hilft immer offen und breit zu denken also immer über den eigenen Tellerrand, so klischeehaft aber auch über dem eigenen Bereich hinaus weil wir jetzt auch in der Entwicklungszusammenarbeit sehen, dass Entwicklungs- zusammenarbeit Wirtschaft finanzen.

00:31:17: Also das eigentlich alles nachher am Ende zusammengedacht werden muss und Technologie natürlich Und ich glaube es ist ganz wichtig da so eine Neugierde zu haben.

00:31:26: Das ist fast mehr als neugierder.

00:31:27: Eigentlich ist ein must have Dass sich mich automatisch mit vielmehr gesellschaftlichen Trends und Entwicklungen beschäftige Als vielleicht mein, sag mal meine tägliche Expertise erfordert Weil die Lösungen werden immer breiter werden und immer verzerrter.

00:31:44: Und ich glaube, das ist ganz wichtig.

00:31:46: Also ich glaube so vor ein paar Jahrzehnten konnte man noch sehr eng denken aber inzwischen geht es nicht mehr.

00:31:52: Das ist glaube ich ganz wichtig!

00:31:54: Okay danke schön.

00:31:58: Du persönlich wenn du auf die Welt-Situationen guckst mit deiner Brille was ist etwas wo du sagst, wo du nachhin möchtest?

00:32:10: Nicht von der geht's, sondern für dich tatsächlich auch persönlich.

00:32:16: Ich bin eigentlich ganz glücklich weil ich...ich bin dann glücklich wenn ich denke dass ich was verbinden kann also das sich sozusagen erreichen kann wenn ich als Beispiel jetzt Entwicklungszusammenarbeit breiter denken oder Expertise aus der Privatwirtschaft in den öffentlichen Bereich oder umgekehrt Also wenn ich merke dass ich Akteure sozusagen zusammenbringen kann die vielleicht nicht immer Denken würden oder Probleme zusammen angehen würden.

00:32:46: Das ist was.

00:32:47: und ich glaube da muss noch mehr passieren, weil wie gesagt das ist ja auch immer dieses Public-Private-Partnership ist schon seit Ewigkeiten auch immer so ein Buzzword Und da ist auch viel passiert.

00:32:56: und ich finde es aber interessant dass die Kulturenteile sind auch sehr unterschiedlich sind und solange das ist so ist Arbeiten die Sektoren zwar zusammen, aber ich glaub da gibt's dann auch immer relativ viele Reibungsverlusten.

00:33:08: Das wäre vielleicht etwas diese diese Zusammenarbeit noch stärker hinzukriegen.

00:33:12: Das wäre, wenn du mich jetzt fragst ist sehr abstrakt aber das ist so ein Anliegner denke ich viel drüber nach und denke wie könnte man die Sektor?

00:33:20: Wie könnte man den Publix-Sektor manchmal vielleicht ein bisschen wie sagt Startup kann es nie werden aber etwas agiler machen?

00:33:28: oder wie kann nicht auch dem Private Sektors sozusagen so aufsetzen, dass er noch enger mit dem Publiksektor zusammenarbeitet und auch versteht wie der Publik-Sektor tickt.

00:33:37: Weil der tickt natürlich anders!

00:33:39: Da gibt es andere Incentivierungssysteme, andere Grundvoraussetzungen... Und da glaube ich könnte man ein bisschen was machen.

00:33:46: Also quasi im Prinzip in den Großtanke, der da ist hier und da noch ein paar Speedboote einsetzen damit's agiler wird?

00:33:57: Ja weil die Großtanker gibts ja auf beiden Seiten.

00:34:00: Ja

00:34:00: natürlich gar keine Frage.

00:34:02: Ich glaube einfach, dass sich so viel geändert hat.

00:34:05: Ich glaube wirklich die Disruptionszyklen sind mir eine KI alles.

00:34:08: Das passiert ja jedes Jahr irgendwas wo man sagt ich muss eigentlich alles komplett überdenken mein Businessmodell, mein Geschäftsmodell und mein Organisationsmodell.

00:34:17: Und da glaube ich ist es immer wichtiger wirklich agil zu denken.

00:34:20: und das ist natürlich wir kommen jetzt in der Entwicklungszusammenarbeit aus einem Bereich unglaublich relevant über Jahrzehnte gewachsen ist und auch wir müssen uns ändern.

00:34:33: Und der Sektor hat es verstanden, und wie gesagt, wir sehen ja auch viel Veränderung.

00:34:38: die Amerikaner, die Briten ganz viele Länder haben ja auch ihre Entwicklungszusammenarbeit nicht eingefroren aber massiv reduziert.

00:34:46: und ich glaube was wichtigst Wir müssen da sehr grundsätzlich nochmal neu denken Wie wir uns so aufstellen dass wir müssen eigentlich mehr schaffen mit weniger weil die Probleme in der Welt werden mehr Die Mittel werden weniger.

00:35:01: Und das finde ich natürlich super spannend, also ich würde es mir natürlich wünschen dass wir mehr mit mehr schaffen könnten aber jetzt haben wir nur mal weniger und ich glaube das ist auch eine riesige Chance.

00:35:09: Das ist natürlich erstmal ganz schlimm weil wir sehen was das für fatale Folgen hat.

00:35:14: Ich glaube aber dass wir auch unsere Arbeit unter diesem Druck verbessern können

00:35:20: Absolut!

00:35:21: Da ist sicherlich Afrika wieder ein sehr schönes Vorbild die eben aus sehr wenig sehr viel tatsächlich auch hervorbringen.

00:35:30: Anna, danke dass du heute da warst uns ein wenig in die Welt der Entwicklungszusammenarbeit reingeholt hast.

00:35:36: Wenn man jetzt mehr über dich wissen will wofür nimmt man dich am nächsten?

00:35:40: Ich glaube mal kann mich kugeln und ansonsten auf LinkedIn und so in den klassischen sozialen Medien bin ich.

00:35:48: Okay wunderbar.

00:35:52: Oder in der GZ bei unserer Arbeit.

00:35:54: wir sind ja sehr global sehr aktiv.

00:35:59: Auch da würde ich euch ermutigen mal nachzuschauen, was wir so machen.

00:36:02: Weil ihr macht echt tolle Projekte!

00:36:29: Und ich freue mich, wenn wir uns nächste Woche an gleicher Stelle wiederhören.

00:36:32: Bis dahin alles Liebe hier von mir und von Anna!

00:36:37: Danke

00:36:37: dir ja vielen Dank.

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